​Borussia Dortmund hat sich als Tabellenvierter in die Winterpause verabschiedet. Sieben Punkte beträgt momentan der Rückstand auf Spitzenreiter ​RB Leipzig. Für Schlussmann ​Roman Bürki und Innenverteidiger ​Manuel Akanji gibt es mehrere Gründe, warum der BVB in der Hinrunde den einen oder anderen Punkt (leichtfertig) liegen gelassen hat.


Im vergangenen Sommer haben sich die Schwarz-Gelben mit der Meisterschaft ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. "Für mich war es das erste Mal, dass mein Verein einen Titel als Ziel ausgegeben hat", erklärte Bürki im Interview mit der Sport Bild. "Mich hat es noch mehr motiviert. Es spornt mich noch mehr an." 


Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, gingen die Verantwortlichen auf große Einkaufstour und gaben über 100 Millionen Euro für Neuzugänge aus. Neben den beiden Nationalspielern ​Nico Schulz und Julian Brandt wurden auch Rückkehrer Mats Hummels sowie Thorgan Hazard verpflichtet. "Wir haben viel Qualität in der Mannschaft, wahrscheinlich sogar mehr als in der vergangenen Saison", sagte Bürki. "Es hat ein bisschen gedauert, bis wir die Neuzugänge sportlich integriert haben." Dieser Prozess sei nun jedoch abgeschlossen. 


"Konstanz" fehlt zu einem echten Spitzenteam


Für Akanji war die "fehlende Konstanz" eine der großen Schwächen in der Hinrunde. Als Beispiel nannte der Schweizer Nationalspieler die letzten Wochen vor der Winterpause. Nach vier Siegen in Folge hätte man "gegen Leipzig (3:3) und Hoffenheim (1:2) völlig unnötig fünf Punkte liegen gelassen, obwohl wir beide Partien über weite Strecken dominiert haben", so der 24-Jährige. In beiden Begegnungen führte der BVB zur Pause, gegen die Roten Bullen sogar mit 2:0. 


"Das darf uns nicht passieren, wenn wir etwas erreichen wollen", betonte Akanji. Dass es in Spielen auch immer wieder Schwächephasen gibt, könne durchaus vorkommen. "Aber in denen dürfen wir ein Spiel trotzdem nicht aus der Hand geben", kritisierte der Defensivspieler. "Solche Phasen müssen wir als Mannschaft besser überstehen." Oftmals habe man Punkte verloren, "weil wir uns fußballerisch naiv angestellt haben". 

Manuel Akanji,Roman Buerki

Wichtige Bausteine der BVB-Defensive: Manuel Akanji (l.) und Roman Bürki


In der Rückrunde "wollen wir alles versuchen, um nach oben zu kommen", so Akanji. Die Meisterschaft habe noch niemand abgeschrieben. "Wir müssen hart arbeiten, um die ersten Spiele (​FC Augsburg, ​1. FC Köln & ​Union Berlin) allesamt zu gewinnen", forderte der Innenverteidiger.


Bürki sieht durchaus Chancen, dass der BVB in allen drei Wettbewerben um den Titel mitspielen kann, wenn man konstante Leistungen abliefert und einfache Fehler vermeidet. "So wollen wir auftreten und müssen es auch", sagte die Nummer eins. "Es geht nur mit der richtigen Einstellung und absolutem Willen."