Nachdem Nabil Bentaleb im Sommer keinen neuen Verein gefunden hat, auch durch die notwendige Operation erschwert, will sich ​Schalke 04 nun im Winter vom Mittelfeldspieler trennen. Das algerische Portal DZ Football berichtet von einem mittlerweile eingegangenen Angebot seitens Crystal Palace.


Die Geschichte von Nabil Bentaleb auf Schalke ist schnell erzählt. Als junger und kreativer Mittelfeldspieler im Zentrum hat der heute 25-Jährige häufiger gezeigt, dass ein fußballerisch großes Potenzial in ihm steckt. Durch mehrere Verfehlungen, Probleme und Suspendierungen bei verschiedenen Trainern findet man jedoch nicht mehr zusammen: Königsblau möchte ihn seit dem Ende der letzten Saison von der Gehaltsliste streichen. 


Crystal Palace als potenzieller Bentaleb-Abnehmer - Schalke sucht die Trennung


Nachdem im Sommer der Abgang durch eine OP vereitelt wurde (​Werder Bremen galt als potenzieller Interessent), möchte man den Abschied noch in diesem Januar forcieren. Längere Zeit sah es so aus, als würde sich weiterhin kein Verein mit ernsthaften Absichten bei Sportvorstand Jochen Schneider melden. 


Laut DZ Football soll Crystal Palace aus der ​Premier League allerdings nun ein Angebot für Bentaleb abgegeben haben. Dabei soll es sich um eine Leihe mit anschließender Kaufoption handeln - eine Variante, die auch der S04 bevorzugen soll. Bei Palace könnte er als Ersatz für Victor Camarasa eingeplant sein, der den Verein in diesem Winter nach ausgelaufener Leihe verließ. 

Nabil Bentaleb,. am Boden

Schon vor rund anderthalb Wochen berichtete das Portal fussballtransfers vom Interesse der Eagles. Das will man aus dem Umfeld des Algeriers erfahren haben. Wenig später hieß es seitens der britischen Times allerdings, der Klub - wo auch Max Meyer seit dem Sommer 2018 unter Vertrag steht - ​habe von der Leihe Abstand genommen. Möglich, dass diese Information nicht korrekt war. 


Der Wechsel nach England würde allerdings Sinn ergeben. Bevor er zu Schalke wechselte, spielte Bentaleb über viele Jahre bei Tottenham Hotspur. Laut der WAZ soll er vor allem in London noch immer einen guten Ruf haben, trotz der diversen Probleme in Gelsenkirchen. Zudem sei die Premier League (neben der französischen Ligue 1) ohnehin das bevorzugte Ziel des algerischen Nationalspielers gewesen. So könnte sich in naher Zukunft doch noch die Möglichkeit ergeben, dass man sich zumindest vorerst von Bentaleb trennen kann.


Yannik Möller ist auch ​bei Twitter zu finden.