​Leihgeschäfte gehören in der ​Bundesliga zu den wichtigsten Vorgehensweisen, um den Kader kurzfristig zu verstärken. Bei den meisten Teams spielen diese Profis eine große Rolle und konnten sich in der kurzen Zeit bestens einleben. 90min zeigt euch, welche Leihspieler in der Hinrunde einschlugen und wie ihre Zukunft aussehen könnte.


Patrick Schick - RB Leipzig

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Es ist schwer, die Leihe von Patrick Schick genau einzuschätzen. Nach Plan verlief sie zumindest zu Saisonbeginn nicht, denn der Stürmer ​des AS Rom fiel aufgrund von Sprunggelenksproblemen lange aus. Doch vor der Winterpause startete der Tscheche durch und machte den Angriff des Tabellenführers enorm variabel. Mit vier Toren in den vergangenen fünf Spielen stellte er seine Torgefahr unter Beweis. Bleibt er weiter in Topform, könnte ​Leipzig den 23-Jährigen durch eine Klausel im Sommer unter Vertrag nehmen. 


Zack Steffen - Fortuna Düsseldorf

Zack Steffen


​Mit Ruhe, einem klaren Kopf und blitzschnellen Händen entwickelte sich Zack Steffen im Tor von ​Fortuna Düsseldorf zu einer Lebensversicherung. Der US-Amerikaner wurde für ein Jahr von ​Manchester City ausgeliehen, brilliert trotz seiner mangelnden Erfahrung Woche für Woche. Die starken Leistungen machten sich bezahlt, eine langfristige Perspektive scheint es allerdings nicht zu geben. Die finanzstarken Citizens wollen Steffen weiterentwickeln und nicht verkaufen. Bei erfolgreichem Klassenerhalt, könnte die Leihe aber zumindest um ein weiteres Jahr ausgedehnt werden.


Leonardo Bittencourt - Werder Bremen

Leonardo Bittencourt


​Zumindest in Ansätzen erfolgreich war das Leihgeschäft um Leonardo Bittencourt. Der Offensivmotor kam im Sommer als unerwartete Verstärkung, bereicherte den Angriff aber vor allem durch sein Tempo und den Einsatz. Zwei Tore stehen in 13 Ligaspielen zu Buche, der ​Bremer hat noch mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem bleibt er ein Hoffnungsträger. Denn im Falle des Klassenerhalts greift eine Kaufoption, die den 26-Jährigen für sieben Millionen Euro fest verpflichten würde.


Sebastian Rudy - TSG Hoffenheim

Sebastian Rudy


Die Rückkehr von Sebastian Rudy auf Zeit ​gestaltete sich sehr positiv. Der Motor absolvierte im Mittelfeld der ​TSG Hoffenheim 16 Ligapartien über die volle Distanz und fehlte nur ein Mal gelbgesperrt. Ein Tor und drei Vorlagen sind nur die Begleiterscheinungen seiner guten Leistungen. Sowohl offensiv als auch defensiv prägt er das System von Alfred Schreuder und macht seine Mitspieler eindeutig besser. Einen Kauf könnten sich die Verantwortlichen im Sommer vermutlich sehr gut vorstellen.


Achraf Hakimi - Borussia Dortmund

Achraf Hakimi


Achraf Hakimi ging mit ​Borussia Dortmund bereits in die zweite Saison. An Energie und Brisanz nahm sein Spiel dabei nicht ab, schon eher gewann der Marokkaner einiges an Variabilität hinzu. Bekanntlich glänzte Hakimi beim BVB selbst in einer offensiven Rolle und steuerte in allen Pflichtspielen zwölf Torbeteiligungen bei. Einem Transfer nach der Saison stehen allerdings noch einige ​Hürden im Weg.


Marko Grujić - Hertha BSC

Marko Grujic

Im Sommer machte die ​Hertha das Rennen gegen den SVW und sicherte sich somit zum zweiten Jahre in Folge die Dienste von Marko Grujić. Die Leihgabe des ​FC Liverpool zeigte zum Beginn der Saison nicht die gewohnte Konstanz, fing sich in der Folge allerdings wieder und gehört unter Trainer Jürgen Klinsmann zu den wichtigen Stammkräften. Mit der neuen Berliner Finanzkraft, scheint auch ein Kauf im Sommer nicht mehr ausgeschlossen zu sein - je nachdem, wie man in Anfield mit Grujić plant.


Jonjoe Kenny - FC Schalke 04

Jonjoe Kenny


Als noch unbekannten Profi zog es Jonjoe Kenny im Sommer zum ​FC Schalke 04. Die defensive Aufrüstung tat den Königsblauen überraschend gut, als einer der wenigen Bundesligaprofis verpasste der Engländer bisher nur wenige Minuten. Auf der rechten Außenbahn fühlt sich der 22-Jährige vom FC Everton enorm wohl und stellte seine Klasse unter Beweis. Seine Zukunft wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Für die eher klammen Schalker wird es schwer, Kenny von Everton fest loszueisen - bei einer erfolgreichen Quali für Europa, könnte es aber auch nicht unmöglich werden.


Marius Bülter - Union Berlin

Marius Buelter


Aufsteiger ​Union Berlin kann sich in dieser Saison auf Marius Bülter überwiegend verlassen. Durch eine Leihgebühr von 400.000 Euro schloss sich der Stürmer aus Magdeburg für ein Jahr den Eisernen an.​ Enttäuscht hat der 26-Jährige definitiv nicht, mit drei Treffern stellte er seine Klasse aber zu selten unter Beweis. In der Rückrunde soll vom Flügelspieler noch mehr Initiative kommen, was den Weg für eine Verpflichtung frei machen könnte.