​Inmitten der ​Trainerdiskussion um Ernesto Valverde, der dem Vernehmen nach kurz vor dem Aus steht, muss man sich beim FC Barcelona auch noch Gedanken um die Mittelstürmerposition machen. Wie wird Barça das Saison-Aus von Luis Suarez kompensieren?


Aufgrund einer Knie-OP wird Suarez vier Monate pausieren müssen, ​die aktuelle Spielzeit ist für den Uruguayer somit gelaufen. Nach einem schwächeren Saisonstart war der 32-Jährige zuletzt wieder gut in Schuss und einer der Leistungsträger bei ​Barça gewesen - dass er in der heißen Saisonphase nicht zur Verfügung stehen wird, ist ein herber Rückschlag für die Katalanen, die sportlich ohnehin alles andere als überzeugen.


Für den FC Barcelona bleiben im Grunde drei Optionen, um den Suarez-Ausfall zu kompensieren:


Griezmann rückt ins Sturmzentrum

Antoine Griezmann

Für 120 Millionen Euro war Antoine Griezmann im Sommer zum FC Barcelona gekommen - nach einer gewissen Anlaufzeit, die auch ein Mann seines Formats benötigt, konnte der Franzose als Linksaußen zuletzt mehr überzeugen.


Sowohl bei Atletico als auch in der französischen Nationalmannschaft kam bzw. kommt Griezmann auch im Zentrum zum Einsatz, die Position ist somit keine fremde für ihn. Doch der 28-Jährige tut sich mit seinem Spiel deutlich leichter, wenn er neben sich noch einen zweiten Mittelstürmer als "Prellbock" hat. Den wird es beim FC Barcelona, der stur auf ein 4-3-3 setzt, aber nicht geben.


Nach aktuellem Stand ist es dennoch am wahrscheinlichsten, dass Griezmann nach dem Suarez-Ausfall den Mittelstürmer gibt. Auf Linksaußen dürfen sich dann Ousmane Dembele (derzeit noch verletzt) oder die Talente Ansu Fati und Carles Perez beweisen.


Barça holt einen neuen Stürmer

Krzysztof Piatek

Nicht auszuschließen ist es natürlich, dass der FC Barcelona auf dem Transfermarkt tätig wird und einen neuen Mittelstürmer an Land zieht. Die Katalanen sondieren den Stürmermarkt ohnehin seit Längerem, um mittelfristig einen Nachfolger für den alternden Suarez auszumachen.


Das Problem: Im Winter wird Barça kaum einen Wunschkandidaten verpflichten können. Lautaro Martinez, der als Wunschziel Nummer eins gilt, wird von Inter Mailand beispielsweise definitiv keine Freigabe im Januar erhalten. Dasselbe gilt für Pierre-Emerick Aubameyang beim ​FC Arsenal.


Höchstens ein Transfer von Krzysztof Piatek, von dem derzeit wage berichtet wird, erscheint realistisch. Der Pole ist beim ​AC Mailand nach dem Transfer von Zlatan Ibrahimovic außen vor und darf die Rossoneri verlassen. Allerdings will Milan kein Leihgeschäft akzeptieren, so dass Barça mindestens 30 Millionen Euro für Piatek auf den Tisch legen müsste. Ob die Katalanen das wirklich tun? Andere Kandidaten, die auch internationales Format aufweisen können, scheinen ansonsten nicht in Sicht.


Messi als falsche Neun

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Sollte der FC Barcelona im Winter keinen neuen Angreifer verpflichten und Ernesto Valverde (oder wer auch immer in der Rückrunde auf der Trainerbank sitzen wird) kein Fan davon sein, Griezmann als Mittelstürmer einzusetzen, gäbe es noch die Option, ​Lionel Messi als falsche Neun einzusetzen.


Unter Pep Guardiola nahm 'La Pulga' diese Position häufiger ein - und das mit Erfolg. Doch das damalige Spielsystem und die Dominanz sind mit dem heutigen Barça-Team kaum zu erreichen bzw. vergleichbar. Insofern wäre diese Option wohl nur eine Notlösung, denn Messi ist deutlich wertvoller, wenn er von rechtsaußen in die Mitte ziehen kann.


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