​Den FC Bayern München in der heutigen Zeit mit 5:2 zu schlagen, kommt nicht allzu häufig vor. Auch nicht in sogenannten Freundschaftsspielen. Von daher können die Spieler des ​1.FC Nürnberg berechtigterweise stolz darauf sein, mit ebendiesem Ergebnis den Rekordmeister mal gründlich vermöbelt zu haben. Doch der überraschend hohe Sieg sollte nicht den Blick aufs Wesentliche verstellen.


Denn im Wesentlichen stehen die "Clubberer" nach 18 Zweitliga-Spielen auf einem ernüchternden 16. Rang, der die Relegation bedeuten würde. Natürlich ist ein Sieg gegen den deutschen Branchenriesen irgendwie auch immer ein Highlight - aber man muss es einordnen können. Um der Gefahr vorzubeugen, innerlich quasi abzuheben.


Glaubt man den Worten von Nürnbergs Trainer Jens Keller ist diese Gefahr jedoch nicht gegeben. "Das wird nicht passieren, wir können das sehr gut einschätzen", sagte der 49-Jährige gegenüber dem kicker. Zumal es so etwas wie einen Präzedenzfall gibt.

Auch in der Sommervorbereitung testeten die Franken gegen einen absoluten Weltklassegegner. 


Nürnberg auch im Sommer mit Top-Ergebnis gegen Weltklasse-Klub


Nach dem 1:1 gegen Paris St.Germain wähnte man sich im Frankenland bereits auf einem guten Weg für die anstehende Saison. 

Der Rest ist bekannt...


Damit sich die Geschichte nicht wiederholt, fordern die Klub-Verantwortlichen nur eines: Weiter hart und beharrlich im Trainingslager an den Grundlagen zu arbeiten, um die bisher katastrophale Spielzeit in der Rückrunde vielleicht noch mal in eine andere Richtung zu lenken.

So soll im heute beginnenden, zehntägigen Trainingslager in Andalusien intensivst an der Zweikampfführung gefeilt werden. 

Tim Handwerker,Johannes Geis,Asger Soerensen,Georg Margreitter

Der 1. FC Nürnberg will sich mit Kampf und Leidenschaft aus dem Abstiegskampf der 2. Bundesliga befreien



Der Club will auch in Liga 2 so aggressiv auftreten, wie phasenweise gegen die Bayern.

Der Ehrlichkeit halber sei auch erwähnt, dass der FC Bayern in der Halbzeitpause (da stand es noch 1:1) die Mannschaft kräftig durchwirbelte und in den zweiten fünfundvierzig Minuten vor allem Spieler aus der Zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen.


Personell könnte sich bei den Franken bis zum Auftakt der Rest-Rückrunde (30. Januar beim HSV) noch etwas tun. Berichten der Bild-Zeitung zufolge (via kicker.de), ​soll der 22-jährige griechische Innenverteidiger Konstantinos Mavropanos vom FC Arsenal bis zum Saisonende ausgeliehen werden. Eine Kaufoption soll es nicht geben. 


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