Beim 1. FC Nürnberg kommt Ondrej Petrak nicht über die Reservistenrolle hinaus, dennoch denkt der tschechische Mittelfeldspieler nicht an einen Abschied. Berater Pavel Paska hat dafür kein Verständnis und infolgedessen die Reißleine gezogen.


"Ondrej hat sich von mir nicht mehr beraten lassen und deswegen habe ich jetzt die Zusammenarbeit beendet", erklärte der Tscheche auf Nachfrage der BILD. Nach Informationen des Boulevardblatts war der ​SC Paderborn sowohl im Sommer als auch im Winter an Petrak interessiert, auch ​Dynamo Dresden habe sich um eine Verpflichtung bemüht. Doch der 27-Jährige denkt offenbar nicht an einen Abschied - dabei spielt er in den Planungen des 1. FC Nürnberg keine Rolle mehr. 

Marcel Hartel,Ondrej Petrak

Schon in der Rückrunde der abgelaufenen Saison absolvierte er nur sieben Bundesligaspiele, nach dem Abstieg in Liga zwei stehen gerade einmal 121 Einsatzminuten zu Buche. In der Mittelfeldzentrale genießen Johannes Geis und Kapitän Hanno Behrens den Vorzug. 


Petrak ohne Perspektive


Petrak, der vor sechs Jahren von Slavia Prag zu den Franken wechselte, besitzt einen Vertrag bis 2021. Dass er diesen erfüllen wird, ist unwahrscheinlich. "Wir werden in den nächsten Tagen besprechen, wie es mit ihm weitergeht", kündigte Sportvorstand Robert Palikuca an. 


Wie BILD Anfang Dezember berichtete, soll der Kaderumbruch im Januar vorangetrieben werden. Gesucht werde ein Sechser, ein Achter sowie ein Linksverteidiger. Für die Defensive wurde der Ex-Dresdner Philip Heise bis Saisonende von Norwich City ausgeliehen, im Mittelfeld durfte Trainer Jens Keller noch keine Neuzugänge begrüßen. Mit 19 Punkten belegt der FCN den Relegationsplatz, mit Hilfe von weiteren Verpflichtungen soll der drohende Abstieg in die dritte Liga vermieden werden.