Die Mannschaft von ​Bayer 04 Leverkusen durchlief am gestrigen Freitag einen Stresstest und konnte sich dabei in einem kampfbetonten Testspiel gegen den Schweizer Klub FC St. Gallen mit 4:3 durchsetzen. Einer der auffälligsten Akteure der Werkself war dabei Winter-Neuzugang ​Exequiel Palacios, der sich so ein Sonderlob seines neuen Cheftrainer Peter Bosz verdiente.


Palacios hatte die Leverkusener in der aktuellen Transferperiode satte 17 Millionen Euro Ablöse gekostet. Der zentrale Mittelfeldspieler, der bislang in Argentinien bei River Plate seine Brötchen verdient hatte, soll dem Bundesligisten in der Rückrunde aus der Mittelfeldzentrale heraus mehr Struktur verleihen und konnte nun bei seinem ersten Auftritt im Bayer-Dress prompt einen überzeugenden Eindruck hinterlassen.


Sonderlob für Palacios


Im Duett mit Mitchell Weiser hatte Palacios dabei in der 68. Spielminute den Siegtreffer durch seinen Landsmann Lucas Alario vorbereitet. Doch nicht nur die offensiven Qualitäten des Neuzugang nötigten ​Peter Bosz nach der Partie gegenüber der BILD einige lobende Worte für den 21-Jährigen ab. Auch der Einsatzwille und die Robustheit des Youngster kamen bei seinem neuen Chef gut an: "Das Spiel gegen St. Gallen war nichts für Weicheier. Er war mit seiner Härte dabei, hat aber nicht nur gut verteidigt, sondern auch bei Ballbesitz gezeigt, dass er ein guter Spieler ist."

Aldosivi v River Plate - Superliga 2019/20

Wie erhofft, agierte Palacios als überzeugendes Bindeglied zwischen Defensive und Offensive und arbeitete nach Ansicht seines Trainers sowohl gegen den Ball, als "auch im Ballbesitz sehr gut". Positiver Nebeneffekt der starken Darbietung des argentinischen Nationalspielers sei zudem gewesen, dass durch seine Präsenz auch die Spieler um ihn herum, insbesondere ​Kerem Demirbay, "besser ins Spiel gekommen" waren, als noch bei der 2:3-Testspielniederlage gegen den FC Utrecht.  Summa summarum könne man daher bereits jetzt erkennen, welch "sehr guter Fußballer" Palacios sei.


Umso bitterer, dass die Leverkusener erst ab dem 21. Spieltag auf die Dienste ihres Wintercoups setzen können. Grund hierfür ist nicht etwa eine Verletzung des Argentiniers, sondern eine Rotsperre, die sich der Mittelfeldmotor in seinem letzten argentinischen Ligaspiel eingehandelt hatte und die nun ​auf die Bundesliga übertragen wird. Zumindest rechtzeitig zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund am 8. Februar wird Palacios dann aber spielberechtigt sein.