​Eintracht Frankfurt hält weiter nach einem neuen Stürmer Ausschau. Wie L'Equipe berichtet, sollen die Verantwortlichen ein Auge auf Tino Kadewere vom französischen Zweitligisten Le Havre geworfen haben. Kann solch ein Spieler der Eintracht weiterhelfen?


Die nackten Zahlen sind beeindruckend. Kadewere, der 2015 aus seinem Heimatland Simbabwe zum schwedischen Erstligisten Djurgardens IF wechselte und drei Jahre später nach Frankreich weiterzog, ist mit 17 Toren in 19 Spielen der Top-Torschütze in der Ligue 2. 


Allein an den ersten sechs Spieltagen war er neunmal zur Stelle, traf in jedem Spiel mindestens einmal; erst beim 0:0 gegen Paris FC am siebten Spieltag fand diese Serie ein Ende. In gerade einmal fünf Partien gelang Kadewere kein Tor, inklusive seiner vier Vorlagen war er an 72 Prozent aller Treffer, die Le Havre bis dato in Frankreichs zweiter Liga erzielen konnte (29), beteiligt. 


Interesse aus England, Frankreich - und Frankfurt


Der 24-Jährige ist ein robuster Stürmer mit schnellem Antritt, der im Strafraum eine gute Koordination beherrscht und eiskalt im Abschluss ist. Laut Daily Mail sollen sich unter anderem die Premier-League-Klubs FC Southampton und AFC Bournemouth mit ihm beschäftigen, auch Olympique Lyon und Olympique Marseille sollen auf ihn aufmerksam geworden sein. 

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Neuer Stürmer für die SGE? Eintracht Frankfurt steigt angeblich ins Rennen um Tino Kadewere (l.) ein.



Wie L'Equipe meldet, reihe sich auch Eintracht Frankfurt in die Schlange der Interessenten einDie Hessen verpflichteten bereits Ragnar Ache, der deutsche U21-Nationalstürmer wird jedoch erst im Sommer von Sparta Rotterdam zur SGE wechseln. Die Sommer-Neuzugänge Bas Dost und André Silva blieben in der Hinrunde hinter den Erwartungen zurück, nach nur einem Punkt aus den letzten sieben Spielen befindet sich Frankfurt im Abstiegskampf. 


Kann Kadewere der Eintracht helfen?


Fraglich ist, ob Kadewere, der etwa zehn Millionen Euro kosten soll, der Eintracht sofort weiterhelfen könnte. Der Sprung von der Ligue 2 in die Bundesliga ist groß, aber nicht unmöglich. Als positives Beispiel dient Mattéo Guendouzi. Der 20 Jahre junge Mittelfeldspieler wechselte 2018 vom FC Lorient zum FC Arsenal, absolvierte seither 73 Pflichtspiele für die Gunners und ist kaum noch aus der Startformation wegzudenken. 


Vom Profil her passt Kadewere in das Frankfurter Spiel, das sich in der Rückrunde abändern dürfte. Im Trainingslager testete Adi Hütter vermehrt die Viererkette, doch sowohl im 4-2-3-1 als auch im 4-4-2 benötigt seine Mannschaft noch Zeit, um Automatismen zu entwickeln. ​Als weiterer Kandidat für den Angriff wird Mbwana Samatta von KRC Genk gehandelt