​Jürgen Klopp sorgte in der obligatorischen Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel bei den Tottenham Hotspurs (Samstag, 18.30 Uhr) für Lacher unter den versammelten Journalisten. 


Während seiner Ausführungen lobte Klopp zunächst die Qualitäten seines Trainer-Kollegen ​José Mourinho, gegen dessen Truppe seine Reds morgen einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gehen können.


Erst Lob von Klopp - dann die Verwechslung!


"Er ist ein Weltklasse-Trainer mit einer ganz speziellen Art, zu denken. Er will immer gewinnen. Ich respektiere ihn sehr. Er versucht, dass sein Team aus jeder möglichen Situation einen Nutzen zieht. So arbeiten gute Trainer."


Danach kam die Sprache dann irgendwie auf Mourinhos aktive Karriere als Fußballer. Und Klopp, der die genauen Daten nicht im Kopf hatte, wurde neugierig und fragte in die Runde: "Auf welcher Position hat er gespielt? War er Torwart?" Zunächst: Schweigen im Saal. Dann ein paar Lacher. 


Vielleicht dachten einige, es handle sich um eine kleine Spitze gegen den Portugiesen. So von "Normal One" zu "Special One"... Doch nichts dergleichen. Klopps Ahnungslosigkeit war in diesem Fall nicht gespielt. Vielmehr hatte er ein paar Dinge durcheinander gebracht.


Denn es war der Vater von José Mourinho, Felix mit Namen, der in seiner aktiven Zeit als Torwart von Vitoria Sétubal und Belenenses unterwegs war. Der Filius von Felix war in seiner kurzen Fußballer-Karriere im Mittelfeld zuhause.


Nachdem das geklärt war, begann Klopp dann mit der eigentlichen analytischen Vorschau auf den Hit im Tottenham Hotspur-Stadium. "Ich erwarte gut organisierte Spurs. Mit der Betonung auf die Defensive und den schnellen Gegenstoß. Die Mannschaft ist in technischer Hinsicht und in genau dieser Facette (des Umschaltens, die Red.) richtig gut. Erikson, Alli, Lo Celso...sie haben einen ganzen Haufen an Mittelfeldspielern, die schnell sind und kreieren können. Moura, Son, Aurier und Sessegnon sind ebenfalls sehr schnell."


Klopp studiert alte United-Spiele


Über die taktische Ausrichtung Mourinhos am Samstag wird sich Klopp, nach eigenen Aussagen, über Videos von den letzten Spielen der Reds gegen Manchester United (Mourinhos Station vor seinem Wechsel nach London) ein Bild machen.


"Wir wissen nicht hundertprozentig, was Mou gegen uns vorhat. Aber wir haben Hinweise aufgrund der Erfahrungen aus den Spielen, die Mou mit United gegen uns gemacht hat." Gleichzeitig schränkte der Deutsche allerdings auch ein: "Es sind unterschiedliche Mannschaften, mit unterschiedlichen Spielern. Unsere Analyse erweist sich immer als ziemlich weit weg von dem, was dann auf dem Platz geschieht. Das gilt auch für uns. Wir wollen immer unvorhersehbar auftreten."


Am Samstag will er das gegen Mourinho, der kein Torwart war, erneut schaffen.