​Der ​FC Bayern München konnte mit der Verpflichtung von Alexander Nübel die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Die aktuelle Nummer Eins des ​FC Schalke 04 wird sich zur kommenden Saison dem Rekordmeister anschließen, muss sich an der Säbener Straße dann aber vorerst hinter ​Manuel Neuer einordnen. Schmackhaft gemacht wurde dem 23-jährigen Torhüter der Wechsel nach München angeblich durch eine Sonderklausel, die ihm Einsatzzeiten zusichert.


Unlängst hatte die Sport BILD bereits über ein Vieraugengespräch zwischen Neuer und Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic berichtet, bei dem der Kaderplaner den Stammtorhüter darauf vorbereitet haben soll, dass er in der Folgesaison wohl satte 15 Spiele an ​Alexander Nübel abtreten muss. Laut neuen Sport1-Informationen fußt diese Forderungen nicht nur auf mündlichen Absprachen mit dem Schalke-Keeper, sondern soll sogar in dessen ab kommendem Sommer gültigen Vertrag verankert worden sein.


Neuer sträubt sich vehement


In dem Gespräch mit Salihamidzic soll sich Neuer dem Vernehmen nach keineswegs kooperativ gezeigt und vielmehr betont haben, dass er sich nicht vorstellen könne, aus freien Stücken Spiele an seinen neuen Konkurrenten abzugeben. Im Rahmen des Trainingslagers in Katar legte der Nationaltorhüter unlängst dann auch noch einmal öffentlich nach und ließ sich laut Sport1 zu folgender Kampfansage hinreißen: "​Ich bin kein Statist, sondern Protagonist."


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Für Nübel hingegen, soll das Versprechen regelmäßiger Spielpraxis dem Bericht zufolge einer der Hauptgründe gewesen sein, wieso er sich schlussendlich für einen Wechsel nach München und gegen andere ähnlich lukrative Angebote entschieden hatte. Behutsam soll Nübel für den Posten im Bayern-Tor vorbereitet werden und den Klub über Jahre hinweg prägen.


Nübel-Leihe kein Thema


Nicht von ungefähr, unterschrieb Nübel daher einen langfristigen Vertrag bis 2025. Im Rahmen einer Medienrunde am Donnerstag schloss Salihamidzic eine zwischenzeitliche Leihe des Noch-Schalkers kategorisch aus. Davon ungeachtet, soll dies nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass die Ära von Manuel Neuer ein jähes Ende findet. Vielmehr pochen die Vereinsverantwortlichen weiterhin darauf, den im Sommer 2021 auslaufenden Vertrag mit dem mehrmaligen Welttorhüter noch einmal zu verlängern.


"Wir werden uns zusammensetzen, wenn wir zurückkommen. Ich habe Manuel auch schon vor der Winterpause gesagt, dass wir sehr daran interessiert sind, seinen Vertrag mit ihm zu verlängern. Da gibt es überhaupt kein Problem", so Salihamidzic in der Medienrunde. Auf die angebliche Klausel im Nübel-Vertrag wollte der 43-jährige Manager zwar nicht konkret eingehen, dementierte das Gerücht aber auch nicht: "Wir reden nicht von Zusagen oder Verträgen. Das haben wir früher nicht gemacht und werden es auch in Zukunft nicht machen."


Knifflige Aufgabe für Bayern-Trainer


Sollte sich die Klausel als Fakt erweisen, könnte auch der Trainer des FC Bayern München ab der kommenden Saison in Schwulitäten geraten. Sollte auch in der kommenden Spielzeit Hansi Flick weiterhin das Sagen haben, könnte es womöglich zu Reibungen mit der Führungsetage kommen, gilt bei dem Cheftrainer bislang doch klar das Leistungsprinzip und hält Flick große Stücke auf Manuel Neuer.


Neuer und Nübel im Direktvergleich:

​NeuerNübel​
Alter​​33​23
​Marktwert​18 Mio. €​16. Mio €
​Profi-Spiele​591​77
​Gegentore​378​103
​Spiele zu Null​274​21


(Marktwerte laut transfermarkt.de)


Im Rahmen des Trainingslagers hatte Flick seine Nummer Eins unlängst gar als noch immer als "weltbesten Torwart" geadelt und sich für eine Vertragsverlängerung mit dem gebürtigen Gelsenkirchener stark gemacht. Die Zuneigung beruht dabei auf Gegenseitigkeit, war doch auch Neuer zuletzt voll des Lobes für den Bayern-Coach und deutete an, dass eine eventuelle Verlängerung in München auch von der Zukunft des Trainers abhänge.