​Den ersten Härtetest des neuen Jahres setzt ​Eintracht Frankfurt in den Sand. Die 1:2-Niederlage im Test gegen ​Hertha BSC machte einige Schwachstellen der Adler deutlich, dazu​ verletzte sich Daichi Kamada folgenschwer am Sprunggelenk. Nicht nur aus diesem Grund fordert Trainer Adi Hütter weiterhin die Verpflichtung von Neuzugängen.


Bereits zum Ende der Hinrunde machte sich bei der SGE aus Frankfurt eine bedenkliche Tendenz breit. Aktuell ist der Kader nicht nur durch viele Ausfälle und Verletzungen enorm angeschlagen. Die Mannschaft schien sich nach den Abgängen im Sommer nicht adäquat verstärkt zu haben - daher könnte auf die Eintracht auch eine harte Rückrunde warten.


Auf Platz 13 konnte sich das Team von Adi Hütter in den Winter retten. Derzeit arbeitet der Überraschungsklub der Vorsaison an der Trendwende und forciert die Behebung der eigenen Baustellen. Dazu benötigt es allerdings weitere Transfers, wie Hütter unterstreicht. Vor allem die neuerlichen Personalsorgen ziehen weitere Zugänge dringend in Betracht, will Frankfurt in der Rückrunde so wenig Risiko wie möglich eingehen.


Eintracht Frankfurt ohne Kamada und Fernandes


Enorm bitter wiegen aktuell die Ausfälle von Gelson Fernandes und Daichi Kamada. Beide Spieler verletzten sich während des Trainingslagers in Florida, den Schweizer erwischte es bereits zu Beginn der Woche. Ein ​Sehnenriss im Hüftbeuger ​hat eine Ausfallzeit von drei bis vier Monaten zur Folge. Als ob die Frankfurter nicht bereits genug gebeutelt wären, machen die ersten Untersuchungen bei Spielmacher Kamada keine großen Hoffnungen.


"Wie lange Daichi ausfällt, kann ich nicht sagen, weil die MRT-Bilder nicht so sind, wie wir uns das wünschen, um eine genaue Diagnose abzugeben. Aber es ist etwas gerissen bei den Bändern", so der Trainer im kicker. Beim Japaner ist somit auch eine Zwangspause von mehreren Monaten denkbar. Umso wichtiger sei es nun, die Positionen im Mittelfeld zu verstärken und den Ausfall der beiden Leistungsträger abzufedern.

Bruno Huebner,Adi Huetter

Sportdirektor Bruno Hübner und Adi Hütter müssen Lösungen suchen 



"Es wäre fahrlässig, nicht darüber nachzudenken. Wir verlieren zwei Spieler durch Verletzungen, die nicht wenig, sondern viel gespielt haben. Wir werden und müssen uns Gedanken machen." An Geld sollte es den Frankfurtern nach den Rekord-Abgängen im Sommer nicht mangeln, nur das Finden eines passenden und erfahrenen Kandidaten dürfte sich als Herausforderung erweisen.


Wie bei jedem Neuzugang muss deshalb abgewogen werden, inwieweit ein neuer Spieler die aktuelle Mannschaft bereichern würde: "Es macht nur dann Sinn, wenn du das Gefühl hast, dass dir jemand weiterhilft." Mit diesem großen Brett an Aufgaben ist die Winterpause für die SGE noch lange nicht beendet. Auf Hütter und seine Schützlinge wartet noch immer viel Arbeit.