Nach einer unbefriedigenden Hinrunde beim FC Augsburg wechselte Michael Gregoritsch auf Leihbasis zum ​FC Schalke 04. Der Angreifer schwärmt nach nur wenigen Tagen von seinem neuen Klub und hat sich das Ziel gesetzt, den Ruhrpott nicht so schnell wieder zu verlassen.


Nur sechsmal stand Gregoritsch in der abgelaufenen Hinrunde auf dem ​Bundesliga-Rasen, an keinem einzigen Augsburger Tor war er direkt beteiligt. Das alles soll sich auf Schalke ändern: In den kommenden sechs Monaten will er dabei helfen, dass Königsblau weiter auf der Erfolgswelle schwimmt, wie der österreichische Nationalspieler im Interview mit BILD erklärte.


Gregoritsch: Gekommen, um zu bleiben


"Die Truppe ist wahnsinnig homogen, lustig, aber auf dem Platz brutal fokussiert und voller Qualität", lobt er seine neuen Mannschaftskollegen. Der Konkurrenzkampf ist in dieser Saison hart, hinten anstellen will er sich aber nicht: "Ich bin nicht hier, um ein halbes Jahr locker mitzukicken." 

Michael Gregoritsch,Alessandro Schoepf

   Viel Anlaufzeit hat Michael Gregoritsch nicht benötigt, um sich innerhalb der Mannschaft zurechtzufinden. 



Locker wird es unter David Wagner ganz und gar nicht zugehen, wie lange er für Schalke auflaufen wird, ist wiederum noch nicht absehbar. Bis Saisonende wurde Gregoritsch ausgeliehen, eine Kaufoption wurde nicht vereinbart. Dennoch träumt er von einer langfristigen Zukunft in Königsblau: "Wir haben das so besprochen, dass ich mir hier ein halbes Jahr den Arsch aufreiße. Dann schauen wir weiter. Ich würde hier gerne dauerhaft eine Heimat finden." 


Gegenüber Sky bekräftigte er diesen Wunsch, sagte über die Kaufoption: "Wenn ich gut spiele, werden wir auch so eine Lösung finden. Wenn ich schlecht spiele, dann brauchen wir keine Kaufoption."


Gregoritsch singt Loblied auf Wagner


Vorerst liegt der Fokus aber auf der Rückrunde. Schalke überwintert mit 30 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz und steckt mitten im Rennen um einen Europapokalplatz. Gregoritsch will "mit Einsatzbereitschaft und Toren weiterhelfen", mindestens die Europa League soll erreicht werden - doch auch die Champions League ist in greifbarer Nähe.


Schon im Sommer wurde er mit einem Abschied aus Augsburg in Verbindung gebracht, ​Werder Bremen nahm aufgrund der finanziellen Forderungen frühzeitig von einem Transfer Abstand. Nach den Gesprächen mit Wagner und Sportvorstand Jochen Schneider sei ihm die Wahl für Schalke leicht gefallen, besonders vom Trainer schwärmt der Neuzugang: "Das Gespräch mit ihm war unfassbar. Ich bin zwischendurch kurz rausgegangen und dachte: ‘Wow! Das ist echt geil!‘ [...] Ich hab' ihm geglaubt, dass er mich echt haben will. Nach dem Gespräch war klar: Schalke – oder gar nichts!"


Mit dem Heimspiel gegen ​Borussia Mönchengladbach wird sich zeigen, ob diese Entscheidung die richtige war. Wenn ja, ist es vorstellbar, dass Gregoritsch - wenn die Leistungen stimmen und sich Schalke und Augsburg einigen können - sich seinen Traum von einer Zukunft auf Schalke erfüllen kann.