Als am vergangenen Sonntagnachmittag ​Takumi Minamino zum ersten Mal im roten Dress des ​FC Liverpool durch den Spielertunnel auf den Rasen von Anfield lief, saßen Tausende von seinen Landsleuten im heimischen Japan vor den Fernsehgeräten, um das Debüt ihres Idols live zu verfolgen.


Es war ein Uhr nachts, und in der Bar "Epilogue" im Tokioter Stadteil Shibuya versammelte sich der offizielle Liverpoo-Fanclub der japanischen Hauptstadt. Zwar mussten viele von ihnen schon wenige Stunden später wieder aufstehen, um zur Arbeit zu gehen, doch keiner wollte auch nur eine Minute des Liverpool-Derbys - und der ersten Minuten von Minamino im neuen Dress - verpassen.


Mehr als 5800 Kilometer von Liverpool entfernt, erhoben sich jedes Mal euphorische Jubellaute, wenn Minamino eine geglückte Aktion mit seinem neuen Team hatte.Das Vereinsportal Liverpool Echo nutzte die Gelegenheit, um den Sprecher des Fan-Clubs, mit Namen Itatsu, zu seinen Eindrücken zu befragen.

Auf die Frage, wie denn die Stimmung in Japan während Minaminos Debüt gewesen sei, sagte er: "Unter uns Liverpool-Fans war die Atmosphäre fantastisch. Normalerweise würde so eine Menge Leute um diese Uhrzeit (1.00 Uhr nachts) in Japan nicht zusammenkommen. Gerade nach Silvester und nach dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Es ist total verrückt!"


Wie es sich denn angefühlt habe, Takumi in seinem neuen Dress zu sehen, beantwortete Itatsu ähnlich euphorisch: "Jeder seiner Auftritte, ob auf dem Trainingsgelände Melwood oder in den Umkleidekabinen, macht uns glücklich und stolz, denn diese Orte haben wir immer bewundert als jene, wo die Liverpool-Stars aktiv sind. Und jetzt wirkt an diesen Orten ein junger Japaner!

Wir wünschen ihm viel Erfolg. Das Gefühl kann man wohl mit elterlicher Liebe gegenüber ihren Kindern vergleichen."


Minamino-Debüt für Liverpool: Noch Luft nach oben


Die Leistung seines Landsmannes bei dessen England-Premiere fand Itatsu recht ordentlich - wenngleich natürlich noch Luft nach oben ist."Ich denke, dass es für ein Debüt ganz gut lief. Ich hoffe, die dortigen Fans des Klubs sehen das genauso. (Harvey) Elliot und (Curtis) Jones mögen vielleicht noch bessere Eindrücke hinterlassen haben, aber Minamino hat so gespielt, wie immer. Er macht sich keinen großen Druck, sowohl mental als auch physisch. Das ist seine Stärke. Obwohl es eines der traditionsreichsten Spiele überhaupt in England ist. 

Er hat sich angeboten, den Ball gefordert, und wenn er ihn hatte, hat er ihn kontrolliert und mit gutem Tempo weitergespielt. Dennoch wird es noch dauern, bis er sich vollständig an Klopps System gewöhnt hat. Also seid geduldig! Ich glaube jedenfalls an seinen Durchbruch."