​Die älteren unter unseren Lesern werden sich vielleicht noch erinnern: Vor gut einem Jahrzehnt war die Freie und Hansestadt noch ein echter Big Player was den Spitzensport anbetrifft. Die Fußballer des ​HSV standen zweimal in Folge im Halbfinale der Europa League, die Spieler des Handball Sport Vereins (ebenfalls "HSV" abgekürzt) kämpften regelmäßig um die Deutsche Meisterschaft und konnten sogar die Champions League gewinnen. Und auch im Eishockey hatte man mit den Hamburg Freezers ein heißes Eisen im Feuer.


Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Im Fußball dümpeln die beiden Großklubs HSV und ​FC St. Pauli in der zweiten Liga, ebenso wie die (erst finanziell, dann sportlich) abgestürzten Handballer, die sich im Mai 2018 wenigstens wieder aus der Drittklassigkeit befreien konnten. 

Eishockey ist in Hamburg mittlerweile auch nur noch auf Drittliga-Niveau zu sehen. Lediglich im Basketball, der neben den genannten Sportarten in Deutschland eher als Randsport-Art bezeichnet werden muss, kann Hamburg seit diesem Frühjahr wieder Erstklassigkeit vorweisen. 

Doch auch das wird wohl nur ein einjährliches Gastspiel, angesichts der ständigen Klatschen, die sich die Hamburg Towers in der BBL einfangen.  


Runder Tisch aus Sport, Wirtschaft und Politik


Damit sich diese unbefriedigende Situation endlich ändert, hat HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann zu einem Runden Tisch im Volkspark geladen. Bei dieser Versammlung sollen, so Hoffmann, die Gedankenspiele, die man bei einem ersten informellen Treffen rund um Neujahr bereits gesammelt hat, "zeitnah, spätestens bis Saisonende" weiter gesponnen betrieben werden. (Quelle: mopo.de)


Die Einladung traf auf offene Ohren bei den geladenen Klubs. "Das nehmen wir gerne an", zeigte sich St. Paulis Präsident Oke Göttlich angetan von der Initiative Hoffmanns - und regte noch die Beteiligung von Vertretern der Politik und der Wirtschaft an. Der Runde Tisch soll Konzepte erarbeiten, um den Spitzensport in Hamburg wieder langfristig zu etablieren.