​Mit der bisherigen Saison dürften die Verantwortlichen des ​VfL Wolfsburg nur bedingt zufrieden sein. Die Wölfe zeigten gute Ansätze und hielten sich lange in den internationalen Rängen, zuletzt schwächelte die Mannschaft aber zusehends. Im Winter könnte der VfL deswegen reagieren. Doch laut Sportdirektor Jörg Schmadtke könnte sich der Klub noch etwas gedulden.


18 Tore sind mit dem Tabellenzweiten aus ​Gladbach die Bestmarke in Sachen kassierte Gegentore. Nur 18 eigene Treffer sind allerdings der schlechteste Wert der ​Liga, dazu fehlte den Wölfen in dieser Spielzeit schon oft die Konstanz. Mit einer recht passablen Hinrunde ließ der VfL viel Luft nach oben, gab sich zumindest lange Zeit schadlos.


Dass im neuen Jahr deutlich mehr möglich ist, wissen die Verantwortlichen um Trainer Oliver Glasner natürlich. In der Winterpause wollen die Wolfsburger an den eigenen Schwächen arbeiten und den Fokus auf die Leistungsträger legen. Auf dem Transfermarkt blickt sich der Tabellenneunte ebenfalls um, überstürzt werden soll allerdings nichts.


Wolfsburg nimmt Vallejo ins Visier


Zum Handeln gezwungen ist Kaderplaner Jörg Schmadtke nicht unbedingt. Die Qualität im Kader ist ausreichend vorhanden, dazu sind nur wenige Akteure verletzt. Der 55-Jährige könnte bei den Wölfen eher einen Langzeitplan verfolgen, der sich auf den Sommer konzentrieren könnte. ​"Manchmal ergeben sich Möglichkeiten, an die man zunächst nicht geglaubt hat und man macht dann einen Vorgriff auf den Sommer. Bei uns wird in überschaubarem Maße etwas passieren. Es hängt davon ab, wie sich die Abgabenseite gestaltet", so Schmadtke in der WAZ.


Ohne den ein oder anderen Verkauf wird es also eine ruhige Winterpause. Unaufmerksam bleibt Wolfsburg allerdings nicht, denn nach möglichen Kandidaten wird sich schon jetzt umgesehen. Dabei blicken die Wölfe laut dem kicker auf den Spanier Jesús Vallejo, der aktuell an die Wolverhampton Wanderers ausgeliehen wird.

Jesus Vallejo

Für Wolfsburg ist Vallejo hochinteressant



Der Leihprofi von ​Real Madrid ist in ​England allerdings unzufrieden, erhält nicht die geforderte Spielzeit und könnte bereits im Winter nach Spanien zurückkehren. Damit wäre der Weg für die Interessenten frei, den Innenverteidiger zu verpflichten. Mit Eintracht Frankfurt buhlt allerdings auch ein Ex-Club um Vallejo.


Schmadtke blickt voraus


Auf einen Transfer in den nächsten Wochen zielt der Bundesligist allerdings nicht ab. Aktuell kann sich der VfL das große Gehalt des 22-Jährigen nicht leisten. Zudem ist die Mannschaft in der Defensive gut besetzt, doch im Sommer ergibt sich womöglich eine andere Situation. Dann ist eine Verstärkung in der Abwehrzentrale vermutlich dringend nötig, sollte beispielsweise Robin Knoche den Verein nach seinem Vertragsende verlassen.


Der Niederländer Jeffrey Bruma ist ebenfalls kein klarer Kandidat für die kommenden Spielzeit. Bleibt Glasner bei seiner Viererkette, bleibt für den zwischenzeitlich starken Akteur kein Platz. Nach den guten Leistungen könnte er im Sommer endgültig den Verein verlassen, für Vallejo wäre damit der benötige Raum geschaffen. Mit dem Langzeitplan und dem bereits jetzt bestehenden Interesse dürfte Wolfsburg abgesichert sein. Ein solcher Transfer dürfte ohnehin wohl überlegt sein.​