Mit ​Mikel Arteta als neuem starken Mann scheint der ​FC Arsenal endlich in die Spur zu kommen. Nach zuvor fünf sieglosen Spielen (in Liga und Europa League) konnten die Gunners in Artetas drittem Spiel endlich den ersten Sieg einfahren. Besonders auffällig beim Sieg gegen die Red Devils: ein Quartett, das zum ersten Mal gemeinsam auf dem Platz stand.


Schon sind sie von den Fans umgetauft worden in "Fantastic Four": Pierre-Emerick Aubameyang, Alexandre Lacazette, Pepé und - ja, tatsächlich: Mesut Özil. Die meisten Fans werden sich am vergangenen Mittwoch verwundert die Augen gerieben haben, als sie die Aufstellung ihres Teams vernahmen.


Offensiv-Quartett zum ersten Mal gemeinsam auf dem Platz


Mit den vier Offensivkräften gemeinsam auf dem Feld wollte Arteta dem zuletzt beunruhigenden Trend entgegenwirken. Das hatte sein Vorgänger Unai Emery nie gewagt. Und die neunzig Minuten gegen Manchester United sollten Arteta recht geben. 


Der bislang noch nicht so richtig in London angekommene Pepé, im letzten Sommer für stolze 80 Millionen Euro vom OSC Lille verpflichtet, konnte zum ersten Mal seit seiner Ankunft in der englischen Hauptstadt rechtfertigen, warum die Verantwortlichen im Emirates-Stadium derart viel Geld für ihn ausgegeben haben. 


Das 1:0 gegen Man United erzielte Pepé selbst, das 2:0 leitete der Mann von der Elfenbeinküste durch seinen Eckball ein. Auch Aubameyang und Lacazette, wenngleich ohne eigenen Torerfolg, waren am Mittwoch ständige Unruheherde.


Und selbst der totgesagte Mesut Özil schien wie einem Jungbrunnen entsprungen. Vor noch nicht allzu langer Zeit war der Weltmeister von 2014 so gut wie weg aus London - jetzt ist seine Zukunft bei Arsenal über das Vertragsende 2021 hinaus wieder durchaus denkbar. Vielleicht versteht Mikel Arteta, als aktiver Spieler eher der feinen Klinge zugeneigt, die Bedürfnisse eines Künstlers wie Özil besser als seine Vorgänger.

FBL-ENG-PR-ARSENAL-MAN UTD

Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Arsenal-Coach Arteta umarmt Özil nach dem 2:0-Sieg gegen Manchester United


Die frühere Red-Devils-Legende Rio Ferdinand, als Beobachter für BT Sport vor Ort, stellte fest: "Ich glaube, es ist das erste Mal in 18 Monaten, dass ich Özil lächeln sehe. Das liegt ganz offensichtlich daran, dass er wieder Spaß im Training hat."


Spaß, der nicht nur Özil, sondern der ganzen Mannschaft, und dem gesamten Klub in den letzten Monaten gehörig vergangen war. Mit dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Manchester United könnten die Gunners nun die Wende eingeläutet haben.