​Der FC Liverpool zählt seine Spiele momentan in Siegen. Ob ​Premier League​Champions League oder Klub-WM: Spielt der ​FC Liverpool, gewinnt er meistens. Und das mittlerweile auf derart überzeugende Weise, dass selbst den Gegnern nichts anderes mehr übrig bleibt, als den Hut zu zücken. So wie jetzt Chris Wilder.


Der trainiert den Aufsteiger Sheffield United und liefert bislang eine ganz hervorragende Saison ab. Nach 21 Spielen stehen die Blades auf einem beachtlichen achten Tabellenrang, nur zwei Punkte hinter ​Manchester United (auf Platz 5). Vor allem auswärts konnten die Jungs aus der ehemaligen Stahlarbeiter-Metropole bislang mehr als überzeugen. Erst eine Niederlage mussten sie auf fremden Plätzen hinnehmen. Das war am vorletzten Spieltag - bei Manchester City (0:2).


Und nur vier Tage nach dem Gastspiel beim Tabellenzweiten musste der Neuling dann gestern beim Tabellenführer ran - und war beim 0:2 in Anfield das erste Mal komplett chancenlos. Konnte man bei den Skyblues das Spiel lange Zeit offen halten, und hatte man sogar Chancen, das Spiel gänzlich auf seine Seite zu ziehen, blieb Wilder gestern nichts anderes als Anerkennung für die erdrückende Dominanz des Gegners zu zollen.


Für Wilder steht der kommende englische Meister fest


"Ich fand sie herausragend", so Wilder, "aber sie konnten im zweiten oder dritten Gang bleiben. Jedes Mal, wenn wir versucht haben zu pressen, haben sie mit ihrer ganzen Qualität um uns herumgespielt. Man konnte sehen, warum sie Klub-Weltmeister sind, und ich bin mir sicher, dass sie auch bald Premier-League-Champion sein werden." (Quelle: kicker.de)

Sadio Mane,Chris Basham

Was Wilder, und alle anderen Beobachter, wohl am meisten beeindruckt, ist die Konstanz und der Fokus, mit denen 'Pool' in jedes, aber wirklich jedes Spiel so geht, als wäre es ein Finale. Die Intensität der Spiele nimmt auch gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht ab. ​Jürgen Klopp schafft es meisterhaft (!), den Druck auf dem Kessel zu lassen.


"Was mich am meisten beeindruckt hat, war, dass sie in den Basics besser waren als wir", war Klopps Trainer-Kollege nach dem Spiel voll des Lobes, " in den Kopfbällen, den Tacklings, den geblockten Bällen."


Am Ende sagte Wilder noch einen Satz, der wohl am deutlichsten die Bewunderung der Konkurrenz gegenüber dem unangefochtenen Spitzenreiter der Premier League ausdrückt: "Ich liebe alles an ihnen!" Da geht es Wilder nicht anders, als vielen anderen Millionen Fußball-Fans auf der Welt.