​​Hertha BSC will in diesem Winter auf Shoppingtour gehen und konnte mit der Verpflichtung von Santiago Ascacibar bereits ein erstes Ausrufezeichen setzen. Zuletzt wurde auch Granit Xhaka beim Hauptstadtklub heiß gehandelt. Mikel Arteta, seines Zeichens neuer Trainer des ​FC Arsenal, geht jedoch davon aus, dass der Schweizer den Gunners erhalten bleibt. Auf der Suche nach potenziellen Verstärkungen sollen die Herthaner auch bei Emre Can angeklopft haben.


Dank des prallen Kontos von Hertha-Großinvestor Lars Windhorst stehen den Berlinern angeblich stolze 80 Millionen Euro für Neuzugänge zur Verfügung. Als größte Schwachstelle im Kader haben die Berliner nach einer mäßigen Hinrunde das zentrale Mittelfeld ausgemacht. Die ​Verpflichtung von Ascacibar, der für rund zehn Millionen Euro vom VfB Stuttgart losgeeist werden konnte, soll dabei nur ein Aufgalopp für nochmals deutlich prominentere Namen gewesen sein.


Arteta zeigt sich optimistisch


Übereinstimmenden Medienberichten zufolge, sah es bislang danach aus, dass die Berliner unmittelbar davor standen, ​mit Granit Xhaka einen gestandenen Sechser ins Boot holen zu können. Beim FC Arsenal war der ehemalige Kapitän zuletzt in Ungnade gefallen und funkte mit seinem Coach Unai Emery nicht auf einer Wellenlänge. Unlängst wurde der spanische Cheftrainer jedoch vom Hof gejagt und ​durch Mikel Arteta ersetzt. Auf einer Pressekonferenz nach dem 2:0-Erfolg gegen Manchester United an Neujahr, äußerste sich nun der neue Übungsleiter zur Situation des umworbenen Mittelfeldspielers. Xhaka stand beim ersten Arteta-Sieg in der Startelf.

Mikel Arteta

Dabei gab Arteta zu Protokoll, dass er davon ausgehe, dass der Eidgenosse dem FC Arsenal treu bleibe: "Ich glaube, dass er bleibt. Er hat sehr gut gespielt. Ich mag ihn sehr und er kann uns bei unserer angedachten Spielweise enorm helfen." Auch in der Folge schmierte er seinem Spieler eifrig Honig ums Maul und lobte die professionelle Arbeitsweise des 27-Jährigen. Heißt im Umkehrschluss: Hertha müsste bei einem Vorstoß wohl eine stattliche Summe auf den Tisch legen, um die Gunners zum Einlenken zu bringen.


Auch Emre Can eine Option


Aus dem zuletzt fast schon als sicher erachteten Transfer von Xhaka könnte aufgrund des Trainerwechsel in London so am Ende auf der Zielgeraden womöglich doch nichts werden. Laut Informationen der Sport BILD wären die Berliner rund um ihren neuen Cheftrainer Jürgen Klinsmann aber auch auf diese Eventualität vorbereitet, sollen sie sich doch auch bereits mit einer Verpflichtung von Emre Can auseinandergesetzt haben.

Emre Can

Der deutsche Nationalspieler bringt zwar andere Qualitäten mit, als der Edeltechniker von der Themse, wäre aber zweifelsohne ebenfalls eine sehr verheißungsvolle Investition. Bislang wurde der Mittelfeldspieler von ​Juventus Turin in Deutschland vorrangig ​mit dem BVB in Verbindung gebracht. Da auch Julian Draxler und Mario Götze längst auf der Wunschliste der Berliner aufgetaucht sein sollen, erscheint ein Interesse an Emre Can alles andere als unrealistisch.


Nachdem die Karriere von Can in den vergangenen Jahren steil nach oben gegangen war und er sich nach seinem Abgang von Bayer 04 Leverkusen erst beim FC Liverpool und auch bei Juventus Turin zunächst durchgesetzt hatte, geriet der Aufschwung zuletzt immer mehr in Stocken. Der variabel einsetzbare Defensivspezialist kam so bislang in der aktuellen Spielzeit für die Alte Dame auf gerade einmal sieben Einsätze und wurde von seinem Cheftrainer Maurizio Sarri nicht einmal für die Champion League angemeldet.