In den letzten Jahren war der deutsche Fußball nicht gerade von einem Übermaß an starken Außenverteidigern gesegnet. Als eines der größten Talente auf dieser Position gilt Benjamin Henrichs, der aktuell noch bei der AS Monaco spielt. Unter anderem der ​FC Bayern München bemühte sich zuletzt um eine Verpflichtung des 22-Jährigen, soll nun aber eine Absage kassiert haben. Immer wahrscheinlicher wird hingegen, dass sich ​RB Leipzig die Rechte des begehrten Abwehrspielers sichern kann.​


In den vergangenen Wochen machte Henrichs selbst keinen Hehl daraus, dass er mit seiner aktuellen Situation in Monaco unzufrieden ist. Auch aufgrund einer Fußverletzung zu Beginn der Saison war der Youngster im Fürstentum in dieser Spielzeit bislang nur selten die erste Wahl gewesen und kam nicht über sechs Pflichtspieleinsätze hinaus. Um seine Chancen auf eine Nominierung in den EM-Kader im kommenden Sommer zu wahren, erschien ein Wechsel daher immer zielführender.


Kein Wechsel zum FC Bayern


Lange Zeit wurde der FC Bayern München als potenzieller Abnehmer des 17-fachen deutschen U21-Nationalspielers gehandelt. Das nötige Kleingeld, um den Rechtsverteidiger aus seinem noch bis zum Sommer 2023 gültigen Vertrag loszueisen, wäre schließlich vorhanden und auch die sportlichen Perspektive erschienen dank des Wunsches von Joshua Kimmich, in Zukunft vornehmlich im defensiven Mittelfeld zu spielen, ​durchaus verlockend.

Benjamin Henrichs


Laut Informationen der BILD und der Sport BILD soll sich Henrichs mittlerweile aber gegen einen Wechsel an die Säbener Straße entschieden haben. Sauer aufgestoßen soll dem begehrten Defensivspieler dabei sein, dass die Münchner lediglich eine Leihe in Erwägung gezogen hatten. Henrichs will seine Zelte in Monaco aber komplett abbrechen und sich komplett einer neuen Herausforderung hingeben.


Henrichs mit RB Leipzig bereits einig


Dem Bericht zufolge, wird ​Benjamin Henrichs dennoch in die Bundesliga zurückkehren. Der ehemalige Leverkusener soll sich nämlich mit RB Leipzig bereits handelseinig sein. Der ausgehandelte Vertrag zwischen Spieler und Verein wäre dem Vernehmen nach langfristig angelegt und somit genau nach dem Gusto des gebürtigen Bocholters. Ein weiterer ausschlaggebender Vorteil der Leipziger soll zudem deren Cheftrainer Julian Nagelsmann gewesen sein, unter dem Henrichs unbedingt arbeiten wolle.


Das Spielerprofil von Benjamin Henrichs:

​PositionRV​
​Alter​22
​Marktwert​15 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2023
​Spiele für Monaco​35
​Scorerpunkte für Monaco​4

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Zum Casus knacksus könnten aber noch die Gespräche mit den Monegassen werden. Bislang sollen die Verhandlungen beider Vereine noch nicht von Erfolg gekrönt gewesen sein. Die Leipziger sollen nicht dazu bereit sein, mehr als 20 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch zu legen. Die Bosse der AS Monaco fordern aber weiterhin mindestens 25 Millionen Euro. Gegenüber der BILD bestätigte ​RB-Sportdirektor Markus Krösche bereits, dass die Gegenseite "momentan noch andere Vorstellungen" habe.


Krösche hofft auf rasche Einigung - lässt sich aber nicht drängen


​Krösche ist ein Mann der Tat und hofft daher darauf, den angepeilten Henrichs-Deal möglichst schnell über die Bühne zu bringen: "Es kann noch etwas dauern. Grundsätzlich versuchen wir, Transfers so früh wie möglich abzuschließen, damit der Spieler schnell bei der Mannschaft ist und der Trainer mit ihm arbeiten kann." 


Unter Roger Schmidt habe Henrichs einst bei Bayer 04 Leverkusen zwar ein ähnliches Spielsystem gespielt, wie es derzeit von Nagelsmann in Leipzig praktiziert wird - daher benötige er zwar nicht ganz so viel Eingewöhnungszeit, dennoch sei Krösche selbst "kein Freund  von ganz späten Transfers".

Markus Kroesche

Angesprochen auf die Qualitäten seines Transferziels geriet Krösche schnell ins Schwärmen und betonte vor allem dessen große taktische Variabilität: "Er ist auf vielen Positionen einsetzbar. Benny kann rechter und linker Außenverteidiger sowie auf der Sechs spielen. Er würde noch mehr Flexibilität in unser Spiel bringen. Aber wir haben ihn noch lange nicht und deswegen erübrigt es sich auch, darüber zu reden."