Mehrfach wurde in der Vergangenheit über einen Transfer von Julian Weigl spekuliert, im Januar könnte der Spielmacher Borussia Dortmund endgültig verlassen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat der 24-Jährige das Interesse von Benfica Lissabon geweckt. Laut Funke Sport soll ein bestimmtes Defizit für ein Umdenken bei den Verantwortlichen gesorgt haben.


Zwei Wochen, nachdem Sport Bild erstmals über Gespräche zwischen Weigl-Berater Samy Wagner und Benfica berichtete, verdichten sich die Anzeichen auf einen Wechsel des Mittelfeldspielers zum portugiesischen Traditionsverein. Laut Sport Bild und WAZ steht der Abschied von Weigl - der in der Vergangenheit unter anderem mit Paris St. Germain, wo Ex-Trainer Thomas Tuchel seit 2018 die Geschicke leitet, in Verbindung gebracht wurde - dicht bevor. Portugiesischen Medienberichten zufolge soll der Deal sogar bereits perfekt sein.


Etwa 20 Millionen Euro soll Weigl dem BVB einbringen, die Ablösesumme für Neuzugang Erling Haaland wäre somit refinanziert. Auch das im bis 2021 datierten Vertrag festgeschriebene Gehalt würde wegfallen, in Lissabon soll Weigl künftig derweil vier Millionen Euro pro Jahr verdienen (Quelle: ​BILD).


Mangelndes Tempo Grund für Weigl-Aus?


Dabei sah es zu Saisonbeginn noch so aus, als würde Lucien Favre fest mit Weigl planen. Der Schweizer wollte ihn noch im Sommer halten, gewährte ihm zum Saisonauftakt einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld neben Axel Witsel. Doch schon Ende September drängte sich Thomas Delaney wieder in den Vordergrund, und wie schon in der Rückrunde der Vorsaison musste Weigl in der Innenverteidigung aushelfen. 


20 Spiele, 15 davon im Mittelfeld und fünf in der Abwehr, hat der 24-Jährige in der Hinrunde absolviert. Doch weil Favre mittlerweile auf 3-4-3 umgestellt hat, Nationalspieler Julian Brandt im Mittelfeld den Vorzug genießt und sich genügend andere Optionen für die Dreierkette bieten, neigt sich die Zeit von Weigl beim BVB überraschend dem Ende zu. Dazu sollen sich die Verantwortlichen laut Funke Sport aber vor allem entschieden haben, da Weigl ein zu großes Tempo-Defizit besitze. 

Julian Weigl

Aller möglichen - und dabei auch spekulativen - Gründe zum Trotz ist die Trennung die folgerichtige Entscheidung, wenn Weigl künftig wieder mehr Spielpraxis sammeln will. In anderthalb Jahren gewährte ihm Lucien Favre 3.616 Einsatzminuten, unter Thomas Tuchel stand er in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 noch 7.637 Minuten auf dem Feld. 


Auch für den BVB würde sich ein Transfer lohnen, denn mal wieder wäre ein Spieler mit Gewinn verkauft worden. 2015 überwies Schwarz-Gelb 2,5 Millionen Euro an 1860 München, Benfica würde - sollten die Zahlen stimmen - das Achtfache zahlen.