​Unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen hatten sich die Entscheidungsträger des ​VfB Stuttgart dazu durchgerungen, die Zusammenarbeit mit ihrem Cheftrainer Tim Walter ​vorzeitig zu beenden. Bereits vor der endgültigen Entscheidung waren Gerüchte über potenzielle Nachfolger des Ex-Kielers aufgekommen, in den vergangenen Tagen machten weitere Namen ebenfalls die Runde. Anlass genug also, um die zuweilen unübersichtliche Lage im Ländle zu ordnen.


Markus Anfang

Markus Anfang

Bereits vor der letzen Partie des Jahres gegen Hannover 96 hatte der kicker darüber berichtet, dass die Stuttgarter auf der Suche nach einem möglichen Nachfolger ihre Fühler nach Markus Anfang ausgestreckt hatten. Der ehemalige Cheftrainer des 1. FC Köln brächte ausreichend Zweitligaerfahrung mit und zeichnet sich auch durch einen guten Umgang mit aussichtsreichen Talenten aus. Laut Informationen der Stuttgarter Nachrichten sollen die VfB-Bosse mittlerweile jedoch Abstand von dem 45-Jährigen genommen haben.


Sandro Schwarz 

Sandro Schwarz

Auch Sandro Schwarz galt lange Zeit als heißer Kandidat für den Trainerposten im Ländle. Der 41-Jährige wurde im November dieses Jahres beim 1. FSV Mainz 05 zwar vom Hof gejagt, ​verrichtete zuvor seit dem Sommer 2017 bei seinem Heimatklub aber einen guten Job und zeichnete sich dabei vor allem durch seine große Teamfähigkeit aus. Attribute, die auch ins Stuttgarter Anforderungsprofil passen. Nicht wenige VfB-Anhänger zweifelten jedoch die taktische Qualität des Übungsleiters an. Dem Vernehmen nach blockierte aber Schwarz selbst mögliche Kontaktaufnahmen der Schwaben ab, da er sich nach den stressigen letzten Monaten in Mainz ​noch nicht wieder einsatzbereit fühlt.


Roger Schmidt

Roger Schmidt

Eher am Rande der Trainerdiskussion, tauchte zuletzt auch kurz der Name Roger Schmidt auf. Der ehemalige Trainer von Bayer 04 Leverkusen verbrachte die vergangenen beiden Jahren in China, steht aber seit Juli ohne Verein da. Laut Informationen des SWR wurde der 52-Jährige bislang nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Grund der zögerlichen Haltung der Stuttgarter könnten die mit Sicherheit recht stattlichen Gehaltsvorstellungen Schmidts, aber auch dessen sehr offensiv geprägte Denkweise sein. Nach dem gescheiterten Experiment Tim Walter, haben es die Stuttgarter schließlich wohl eher auf eine ausgewogenere Herangehensweise abgesehen.


Zsolt Löw

Co-,Zsolt Loew

Wie die Stuttgarter Zeitung in Erfahrung gebracht haben will, beschäftigten sich die VfB-Granden zuletzt auch mit Zsolt Löw. Der 40-jährige Ungar agiert derzeit unter Thomas Tuchel als Co-Trainer von Paris Saint-Germain und gilt als taktisches Mastermind. Problematisch könnte jedoch sein, dass der Übungsleiter noch keinerlei Erfahrungen in vorderster Front vorweisen kann und die alles andere als einfache Situation in Stuttgart womöglich ein Sprung in zu kaltes Wasser darstellen würde. Verkompliziert würde ein Wechsel ohnehin dadurch, dass die Pariser und vor allem Tuchel seinen getreuen Assistenten mitten in einer Saison nur ungern ziehen lassen würden. Erst unlängst bestätigte Löw zudem gegenüber der BILD, dass es ​noch keine konkrete Kontaktaufnahme vonseiten des Zweitligisten gab.


Ludovic Magnin

Ludovic Magnin

Wie aus dem Nichts schoss in den letzten Tagen ein neuer Kandidat in die Pole-Position. Die Rede ist dabei von Ludovic Magnin. Der ehemalige Außenverteidiger verdient sich derzeit beim Schweizer Erstligisten FC Zürich seine ersten Sporen als Profi-Cheftrainer und kann auf eine bewegte Spielerkarriere beim VfB zurückblicken. 


Dabei konnte der 40-Jährige im Jahre 2007 Seite an Seite mit Thomas Hitzlsperger die letzte Meisterschaft der Stuttgarter feiern. Einem Bericht des Blick zufolge sollen die Schwaben ​bereits Kontakt zu ihrer Vereinslegende aufgenommen haben. Wie die Zürcher und Magnin selbst darauf reagieren werden, bleibt zwar noch abzuwarten, komplett unrealistisch ist eine Rückkehr des ehemaligen Außenverteidigers aber keineswegs. 


Fazit:


Abschließend lässt sich festhalten, dass sich die Suche nach einem Nachfolger für das Amt des Cheftrainers beim VfB als schwierig gestaltet. Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor Sven Mislintat sind aber gut beraten, sich ausreichend Zeit zu nehmen, schließlich könnte den Stuttgartern ein erneuter Fehlgriff auf der Trainerbank teuer zu stehen kommen.