Mit der 1:2-Niederlage gegen den ​SC Paderbo​rnhat ​Eintracht Frankfurt nach äußerst durchwachsenen Wochen die Hinrunde beendet. Seit dem furiosen 5:1-Sieg gegen ​Bayern München lief nichts mehr bei der SGE - das wusste das Team von Steffen Baumgart am Sonntagabend auszunutzen.


Als man Anfang November gegen den ehemaligen Trainer Niko Kovac mit 5:1 vor den eigenen Fans gegen den deutschen Rekordmeister gewinnen konnte, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Zuvor hatte man die nächste Runde des DFB-Pokals erreicht, und auch in der Europa League stand Eintracht vor einer guten Ausgangslage. Ab dem 2. November lief in Frankfurt aber gar nichts mehr. 


"Das müssen sich die Jungs auch selbst zuschreiben" - Bobic mit Kritik an die eigene Mannschaft


"Wir haben den Kampf nicht von der ersten Minute an angenommen", urteilte Sportvorstand Fredi Bobic gegenüber Sky (via Hessenschau). Gegen Paderborn war man bereits ​mit einem 0:2-Rückstand in die Halbzeit gegangen. Für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, die schon zuletzt der Winterpause sichtlich entgegentaumelte, alles andere als einfach. Schon der Führungstreffer in der neunten Minute war ein herber Rückschlag. "Das müssen sich die Jungs auch selbst zuschreiben. Hinten raus wäre es auch nicht mehr verdient gewesen, Paderborn hat das herausragend gemacht und uns in die Probleme gebracht", so Bobic weiter. 


Dass man nun endlich eine Pause nehmen kann, sieht auch Hütter als den positivsten Schluss aus dem Spiel. "Wir wollen gestärkt ins Frühjahr und in die Rückrunde gehen", erklärte der Trainer der ebenfalls betonte, wie wichtig es für alle Beteiligten sei, dass man nun "im Kreise der Familie Kraft und Energie tanken" könne. Enttäuscht sei er aber nicht, stellte er klar. Aber einen groben Plan legte er für die Rückrunden-Vorbereitung schon vor: "Wir werden [...] an vielen Stellschrauben drehen müssen, um taktisch ein anderes Gesicht zu zeigen." Zudem sei es wichtig, dass man sich "das Selbstvertrauen hart erarbeiten" müsse. 

Fredi Bobic

Fredi Bobic war mit dem Auftritt seiner Mannschaft erneut nicht zufrieden


SCP-Coach Baumgart hingegen hatte viel Lob für sein Team übrig: "Wir hatten ein erfolgreiches Jahr. Klar sind die Punkte nicht so, wie wir sie uns vorstellen. Aber wir sind mit dem SC Paderborn in der ​Bundesliga und haben viel erreicht mit dem Verein." Auch wenn nun bereits die Hälfte der Saison vorbei sei, zeigte er dennoch Zuversicht, dass der Klassenerhalt noch erreicht werden kann.


Im Netz zeigte sich die Fußball-Gemeinschaft gespalten. Während sich die einen über die gute Leistung der Paderborner freuten, gab es zeitgleich auch viel Kritik an der erneut schlechten Spielweise der Frankfurter. Unter den SGE-Anhängern gibt es auch schon erste Diskussionen, ob man personelle Konsequenzen aus dieser Hinrunde ziehen müsste...

Zwischen "Aktionismus" und notwendiger Veränderung bei der SGE - Die Meinungen gehen auseinander.