​Der ​VfB Stuttgart kam am vergangenen Samstag zum Auftakt der Rückrunde in der 2. Bundesliga nicht über ein 2:2-Remis bei ​Hannover 96 hinaus. Die Führungsetage der Schwaben startete bereits am Sonntag in eine detaillierte Analyse der bislang erbrachten Leistungen. Cheftrainer Tim Walter muss um seinen Job bangen. Sandro Schwarz, der bislang als potenzieller Nachfolger gehandelt worden war, stünde angeblich nun doch nicht zur Verfügung.


Sandro Schwarz hatte bis zu seiner ​​Entlassung am 10. November für über zwei Jahre die Geschicke des 1. FSV Mainz 05 geleitet und galt dabei lange aufgrund seiner bodenständigen Art als Sympathieträger. Laut Informationen von Sky will der 41-Jährige nur wenige Wochen nach dem schmerzhaften Aus in der Domstadt aber nicht bereits wieder ins Trainerbusiness einsteigen und stünde dem VfB im Falle eines ernsthaften Interesses aus dem Ländle nicht zur Verfügung.


VfB Stuttgart: Walter vor dem Aus?


Noch ist ohnehin unklar, ob sich die Stuttgarter tatsächlich von ihrem aktuellen Coach Tim Walter trennen werden. Bereits Tage vor dem Spiel gegen die Hannoveraner wollten mehrere Medienvertreter, darunter der kicker und Sport1, in Erfahrung gebracht haben, dass die Trennung selbst bei einem Sieg gegen den Mitabsteiger ​bereits beschlossene Sache sei. Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger reagierte jedoch ​erbost über diese Unterstellungen und betonte, dass noch überhaupt nichts klar sei.


Die bisherige Saisonbilanz des VfB Stuttgart:

​SiegeRemis​Niederlagen​ToreGegentore​
2. Bundesliga​​9​4​5​30​24
​DFB-Pokal​2​-​-​3​1
​Insgesamt​11​4​5​33​25

Nach dem über weite Strecken der Partie mauen Auftritt gegen die Niedersachsen kam es am gestrigen Sonntag in Stuttgart zu der bereits zuvor festgelegten Besprechung der Hinrunde. Teilnehmer der Elefantenrunde waren dabei neben Hitzlsperger auch Sven Mislintat sowie Tim Walter und dessen Co-Trainer. Ob die Entscheidungsträger dabei bereits zu einer Entscheidung gekommen sind, ist - Stand jetzt - noch unklar.


Werbung in eigener Sache konnte Walter zuletzt aber definitiv nicht machen. Zwar hatte seine Mannschaft in den meisten Partien deutlich mehr Ballbesitz und konnte sich auch häufig eine Vielzahl an klaren Torchancen erarbeiten. Unterm Strich konnten die Schwaben aber nur drei der letzten zehn Ligaspiele für sich entscheiden.


Bahn frei für Markus Anfang?


Sollte es schlussendlich, wie von vielen Experten weiterhin vermutet, zu einer Trennung von Walter kommen, stünde trotz der angeblichen Absage von Sandro Schwarz dem Vernehmen nach ein anderes bekanntes Gesicht des deutschen Fußballs parat. Die Rede ist dabei von Markus Anfang, der nach seinem Engagement beim 1. FC Köln nunmehr seit acht Monaten ohne Verein da steht. Im Gegensatz zu Schwarz dürfte der 45-Jährige seinen ​Trennungsschmerz mittlerweile überwunden haben.

Markus Anfang

Beim Effzeh war Anfang vor allem über Streitigkeiten mit Armin Veh gestolpert. Auf sportlicher Ebene hatte er zuvor die Grundlagen für den Aufstieg der Kölner gelegt. Auch bei seiner ersten Profi-Station Holstein Kiel hatte der gebürtige Kölner gute Arbeit verrichtet und mit den Störchen zunächst den Aufstieg aus der 3. Liga gepackt. Auch in der 2. Bundesliga begeisterten die Kieler mit schönem Offensivfußball und wurden erst in der Relegation vom VfL Wolfsburg gestoppt.