Die Bundesliga hat Feierabend. Der SC Paderborn und Eintracht Frankfurt schlossen die Hinrunde ab und lieferten sich noch einmal einen ordentlichen Fight, an dessen Ende der SCP als Sieger vom Platz ging.


Viel Aufwärmzeit benötigten die beiden Mannschaften in Ostwestfalen auch nicht, schon nach drei Minuten hatte Gacinovic die erste gute Gelegenheit für die Gäste, wurde aber von Kilian geblockt. Fünf Minuten später machte es Paderborns Sabiri, in die Startelf rotiert, besser - und wie! Sabiri fasste sich aus 25 Metern ein Herz und schweißte das Leder über den bedienten Wiedwald in den Frankfurter Kasten.


Und Frankfurt? Antwortete. Rund zehn Minuten nach dem Paderborner Führungstreffer brachte Kostic eine Flanke, die Kilian mit der Hand berührte. Schiedsrichter Schmidt entschied auf Elfmeter, der Video-Schiedsrichter korrigierte die Entscheidung des Unparteiischen jedoch, da das Handspiel kurz vor dem Strafraum stattfand. Die SGE bemühte sich anschließend weiterhin ins Spiel zu kommen, Gacinovic scheiterte nach 24 Minuten knapp. 


Paderborn bestraft müde Frankfurter - Schonlau stellt auf Zwei


Beiden Mannschaften, vor allem Frankfurt, merkte man jedoch an, dass ihnen eine lange Hinrunde in den Beinen steckt. Die Partie nahm zunehmend an Qualität und Tempo ab. Vor dem Pausentee schlug der Aufsteiger jedoch nochmal eiskalt zu: Pröger flankte einen Freistoß aus dem Halbfeld an den zweiten Pfosten, an dem sich Schonlau sträflich frei bedankte und zum 2:0 einzunicken. Noch immer war aber nicht Halbzeit: In der vierten Minute der Nachspielzeit segelte ein Freistoß von Gacinovic nur haarscharf am Paderborner Tor vorbei; es blieb bei der 2:0-Führung.

Klaus Gjasula,Filip Kostic

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten; Mamba scheiterte aus 16 Metern an Wiedwald, Dost auf der anderen Seite per Kopf an Zingerle. Erneut Mamba verpasste es nach einer guten Stunde - und einer vorangegangenen starken Kombination der Hausherren -, die Führung auf ein drittes Tor auszubauen. Frankfurt wirkte müde und machte nicht den Eindruck, in dieser Partie noch zurückzukommen. Paderborn brachte die Gäste allerdings mit netter Unterstützung zurück ins Spiel: Pröger verlor den Ball vor dem eigenen Sechzehner, N'Dicka brachte das Leder in den Strafraum, wo Dost nur noch den Fuß hinhalten musste und für die SGE verkürzte.


Frankfurter Aufholjagd kommt zu spät

In der Schlussphase schleppte sich die Eintracht nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Der wollte aber nicht gelingen. Danny da Costa setzte den Ball in der vierten Minute der Nachspielzeit mit der letzten Gelegenheit haarscharf neben den Pfosten, das Aufbäumen der Gäste blieb ertraglos. Paderborn überwintert damit zwar weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, ist allerdings in Schlagdistanz zum rettenden Ufer. Dort findet sich Eintracht Frankfurt wieder, das mit nur 18 Punkten auf Rang 13 liegt.