Kölns ehemaliger Sportchef Armin Veh verriet im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen seine Zukunftspläne, kritisierte den Videobeweis und sprach seinem Ex-Team Lob aus. Einen Spitzenjob werde er zu 95 Prozent nicht mehr annehmen. 


Bis Anfang November hatte Veh beim Bundesligisten ​1. FC Köln das Sagen. Knapp zwei Jahre leitete der langjährige Trainer und Funktionär die Geschäftsführung Sport, bis sein Vertrag einvernehmlich aufgelöst wurde. Mit derartigen Aufgaben soll künftig allerdings Schluss sein. Der 58-Jährige verriet in der Samstagsausgabe der Augsburger Allgemeinen keinen Spitzenjob in der ​Bundesliga mehr annehmen zu wollen. 


"Ich möchte keinen Job mehr, wo ich an erster Stelle stehe. Ganz vorne zu stehen, nagt an einem, diese Zeit fliegt weg - und ich bin ganz schnell 70", stellte der gebürtige Augsburger klar. Da man so etwas wegen der Journalisten nie zu 100 Prozent sagen könne, sei es zu 95 Prozent klar. 


​Veh übt Kritik am VAR - "Umsetzung erfolgt nicht so, wie das sein sollte"

Christian Dingert

Neben den Aussagen über seine sportliche Zukunft äußerte Veh sich zum Thema Videobeweis und forderte eine Abschaffung des VAR. "Grundsätzlich war ich ja ein Freund der Videotechnik, doch mittlerweile kommen auch bei mir Zweifel auf", sagte Veh der Augsburger Allgemeinen: "Denn die Umsetzung erfolgt nicht so, wie das sein sollte. Das macht den Fußball jetzt auch nicht gerechter. Das Beste wäre meiner Meinung nach, den Videobeweis wieder abzuschaffen."


Der Fußballehrer und Ex-Bundesligaspieler kritisierte zudem die Leistungsentwicklung der Schiedsrichter. Die Konzentration der Schiris ließe nach: "Die Zahl der Fehler ist gestiegen, denn die Schiedsrichter wissen ja, da sitzt einer in Köln, der mich korrigieren kann.


Köln ist "absolut bundesligatauglich"

​Seinem Ex-Klub vom Rhein traut Veh den Klassenerhalt definitiv zu. "Die Mannschaft ist absolut bundesligatauglich. Davon bin ich überzeugt." ​Die Domstädter treffen im letzten Spiel der Hinserie auf die formschwachen Bremer. Bei einem Sieg würde das Team um Trainer Markus Gisdol über dem Strich überwintern.