​Am Sonntagabend muss ​Eintracht Frankfurt auswärts beim ​SC Paderborn ran. Die Eintracht hofft dabei inständig darauf, sich selbst aus der anhaltenden Formkrise zu ziehen und nach sechs Ligaspielen ohne Sieg für einen versöhnlichen Hinrunden-Ausklang zu sorgen. ​Cheftrainer Adi Hütter dürfte trotz der ​erkennbaren Müdigkeit vieler seiner Stammspieler gegen den Tabellenletzten wohl nur punktuelle Veränderungen vornehmen.


Obwohl sich die Rückkehr zum 3-4-1-2-System für die Hessen zuletzt kaum ausgezahlt hat, wird ​Adi Hütter wohl auch gegen die mutigen Ostwestfalen seiner Spielidee treu bleiben. Im Kasten müssen die Frankfurter dabei weiterhin ihrem Ersatzkeeper Felix Wiedwald das Vertrauen schenken. Die eigentliche Nummer Eins Kevin Trapp hofft auf ein Comeback zur Rückrunde und auch sein zwischenzeitlicher Backup Frederik Rönnow ist aufgrund eines ​Sehnenrisses im Oberschenkel noch für eine gewisse Zeit zum Zuschauen verdammt.


Personalnot in der Defensive


In der Innenverteidigung muss Hütter am Sonntag auf gleich zwei gesperrte Routiniers verzichten. Kapitän David Abraham sitzt dabei eine Rotsperre ab und der zuletzt so torgefährliche ​Martin Hinteregger sah bei der peinlichen 2:4-Niederlage beim 1. FC Köln unter der Woche seine fünfte gelbe Karte. 

Da Altmeister Marco Russ zudem nach seinem Achillessehnenriss noch nicht wieder eine Option ist, stellt sich die Hintermannschaft der Hessen quasi von selbst auf. Makoto Hasebe soll gemeinsam mit Evan N'Dicka und Almany Toure versuchen, den Laden zusammenzuhalten. Gerade der erfahrene Japaner muss beim Spiel gegen die flinken Paderborner ein gutes Stellungsspiel beweisen, will er bei den Gegenstößen der Gastgeber nicht schnell ganz alt aussehen.


Sow könnte mehr Spielkultur hereinbringen


Bei der Partie gegen den Effzeh hatten noch Sebastian Rode und Dominik Kohr die Mittelfeldzentrale der Hessen gebildet. Beiden eigentlich defensivstarken Sechsern war es dabei nicht gelungen, in der Zentrale für Ordnung zu sorgen. Gegen Paderborn könnte daher Kohr aus der Mannschaft rotieren und Platz machen für Djibril Sow, von dem man deutlich mehr offensive Impulse erwarten kann. Möglicherweise muss auch Rode seinen Platz räumen und für Gelson Fernandes weichen.

Auf den Flügeln kennt Hütter wohl auch im 51. Spiel der Frankfurter in diesem Kalenderjahr kein Pardon und setzt auf seine altbewährte Flügelzange aus Danny da Costa und Filip Kostic. Beide Spieler gehen seit Wochen auf dem Zahnfleisch, sind angesichts mangelnder Alternativen aber weiterhin unumstritten.


Dost und Paciencia als Doppelspitze


Die Partie beim Tabellenletzten könnte für Frankfurt zu einem echten Kraftakt werden. In der Spitze wird Hütter daher wohl mit Goncalo Paciencia und Bas Dost auf zwei wuchtige Mittelstürmer setzen, die auch in der Lage sind, mit ihrem exzellenten Kopfballspiel für Gefahr zu sorgen. Zuletzt war Paciencia aber etwas angeschlagen und könnte daher womöglich durch Andre Silva ersetzt werden.


Gefüttert werden sollen die beiden Angreifer dabei wie bereits in den Vorwochen von Daichi Kamada. Der umtriebige Japaner trifft zwar längst nicht immer die richtigen Entscheidungen, bringt aber eine wichtige Prise Unberechenbarkeit in das Spiel der Gäste.


Die potenzielle Aufstellung der SGE:


Wiedwald - N'Dicka, Hasebe, Toure - Kostic, Sow, Rode, da Costa - Paciencia, Dost