​Zum Ausklag der Hinrunde empfängt der ​SC Paderborn am Sonntagabend zuhause ​Eintracht Frankfurt. Die gastgebenden Tabellenletzten hoffen dabei auf einen versöhnlichen Jahresabschluss und wollen sich durch einen Dreier wieder näher ans rettende Ufer heran robben. Um dieses Ziel zu erreichen, erwägt Cheftrainer Steffen Baumgart für die Partie gegen die Hessen personelle Anpassungen.


Auf der Pressekonferenz am Freitag kündigte Baumgart zwar an, auch taktische Umstellungen in Erwägung zu ziehen, schlussendlich dürfte es aber auch beim Aufeinandertreffen mit den Adlern auf ein sein favorisiertes 4-4-2-System mit einer Doppelsechs hinauslaufen. Im Kasten der Ostwestfalen bleibt dabei Leopold Zingerle gesetzt, der seit dem 7. Spieltag das Gehäuse hüten darf.


In der Viererkette bleibt alles beim Alten


Obwohl die Paderborner bereits 35 Gegentore schlucken mussten, wird Steffen Baumgart seinem Defensivpersonal aller Voraussicht nach treu bleiben. Das Duo in der Abwehrzentrale werden daher erneut der junge Luca Kilian und der 25-jährige Sebastian Schonlau bilden.

Auf der rechten Defensivseite hat weiterhin der Niederländer Laurent Jans die Nase vorn. Komplettiert wird der Defensivverbund aller Voraussicht nach durch Jamilu Collins. Von beiden Außenverteidigern erwartet Baumgart dabei durchaus offensive Akzente, gegen die favorisierten Frankfurter gilt es aber auch vor heimischem Publikum vor allem die defensive Stabilität zu wahren.


Sabiri rückt auf die Doppelsechs


​Ausgerechnet bei der wichtigen Partie vor der Winterpause muss Baumgart ohne seinen defensiven Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis auskommen. Der Sechser handelte sich bei der 0:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach seine fünfte gelbe Karte ein und ist für das Spiel gegen die Eintracht daher nicht spielberechtigt. Für den 22-jährigen Deutsch-Griechen wird aller Voraussicht nach der offensivfreudige Abdelhamid Sabiri ins defensive Mittelfeld rücken und Seite an Seite mit Klaus Gjasula versuchen, die Kontrolle über das Zentrum zu gewinnen.

Auf den offensiven Außenbahnen stehen Steffen Baumgart mehrere Alternativen zur Verfügung. Wie bereits bei der Partie gegen die Fohlen, dürften dabei Gerrit Holtmann und Kai Pröger die besten Karten haben. Berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz, können sich aber auch Christopher Antiw-Adjei und Oliveira Souza machen.


Mit Doppelspitze zum Erfolg


Wenn man dem Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf etwas mit Sicherheit nicht absprechen konnte, dann war das ​ihr großer Mut. Auch gegen die Eintracht werden die Ostwestfalen daher nicht die weiße Flagge hissen, sondern sich vielmehr, getreu der Spielphilosophie ihres Cheftrainers, aktiv am Spielgeschehen beteiligen.


Anstatt das Mittelfeld kompakter zu gestalten, wird Baumgart daher wohl seiner Linie treu bleiben und zwei Stürmer von Beginn an starten lassen. Größter Hoffnungsträger ist dabei mit Sicherheit ​Streli Mamba, der mit fünf Saisontreffern der mit Abstand torgefährlichste Angreifer der Gastgeber ist. Dem 25-Jährigen zur Seite gestellt, wird voraussichtlich erneut Sven Michel.


Die potenzielle Aufstellung des SC Paderborn:


Zingerle - Collins, Kilian, Schonlau, Jans - Gjasula, Sabiri - Holtmann, Pröger - Michel, Mamba ​