​Der slowakische Mittelfeldspieler ​Ondrej Duda von ​Hertha BSC trägt sich mit Abwanderungsgedanken. Und lässt ein wenig Selbstkritik vermissen. 


In der vergangenen Spielzeit kam der 25-jährige Offensivspieler noch auf stattliche 17 Scorerpunkte (6 Tore, 11 Vorlagen) - damit war er der erfolgreichste Tor-Produzent der Alten Dame. Doch in dieser Spielzeit hat sich das Blatt für ihn gewendet. 1 Assist - kein Tor, so die mickrige Bilanz bisher. 


"Natürlich muss ich mir Gedanken machen", gab Duda dem Berliner Kurier (via transfermarkt.de) gegenüber zu Protokoll. "Ich werde nicht auf jemanden warten, der einen nicht will. Dann verschwende ich nur meine Zeit." 


Schon in den letzten sieben Spielen unter Ante Covic sah sich der Slowake sechsmal nicht im Kader der Herthaner. Und viel besser wurde die Situation für Duda auch unter Neu-Trainer Jürgen Klinsmann nicht. Der verzichtete in seinen ersten vier Spielen auch bereits dreimal auf seine Dienste.


"Hertha hat mir viel gegeben. Aber ich habe auch viel geleistet", argumentiert Duda. Und das wolle er auch in Zukunft weiter tun - wobei er einschränkend hinzufügt: "Aber es kommt darauf an, wie man mit den Spielern umgeht."


Im ersten Jahr dauerverletzt, im zweiten formschwach


Mit "viel gegeben" hat Duda aber nur bedingt recht. Ein Blick auf seine Leistungsbilanz seit seiner Ankunft in Berlin verrät nämlich auch, dass die Alte Dame durchaus sehr viel Geduld mit ihrem 4,2-Millionen-Einkauf (kam von Legia Warschau) gehabt hat. Denn in seiner Prämierensaison (2016/17) war der Slowake mehr verletzt als fit, kam lediglich auf drei Bundesliga-Einsätze (ohne Torbeteiligung).


Verletzungen verhinderten auch im Folgejahr, Spielzeit 2017/18, eine kontinuierliche Entwicklung. Am Ende standen 17 Spiele in der Liga. Dabei gelang ihm ein mickriges Törchen.

So richtig aufgedreht hat Duda also erst in der vergangenen Spielzeit. 


Um in der jetzigen wieder auf das Niveau der ersten beiden Spielzeiten zu fallen (7 Liga-Spiele, eine Torvorlage). Ein wenig mehr Selbstkritik wäre da durchaus angebracht. Am Samstag (18.30 Uhr) empfängt die Hertha Borussia Mönchengladbach. Doch trotz der Verletzung von Marko Grujic rechnet Duda nicht mit einem Einsatz. "Klar, will ich spielen. Aber ich habe keine Hoffnung." 


Noch so ein Satz, der nicht von großer Professionalität zeugt. Blöd nur aus Sicht von Duda, dass er im Sommer erst seinen Vertrag in Berlin langfristig (keine genaue Angabe zur Laufzeit) verlängert hat.