Lockruf aus der Heimat: Wie der argentinischer Fernsehsender TyC Sports berichtet, beschäftigt sich Boca Juniors mit einer Verpflichtung von Santiago Ascacibar. Große Hoffnungen dürfen sich die Verantwortlichen nach einer ersten Anfrage beim ​VfB Stuttgart aber nicht machen.


Mehrfach wurde Ascacibar in den vergangenen Monaten mit einem Abschied vom VfB in Verbindung gebracht. ​Im September etwa wurde über eine mögliche Rückkehr nach Argentinien berichtet, nachdem der 22-Jährige mit einigen Undiszipliniertheiten aufgefallen war und zwischenzeitlich aus dem Kader gestrichen wurde. Zuvor wurde über einen Transfer zu Betis Sevilla spekuliert.


In der Hinrunde kam Ascacibar zwölf Mal in der ​2. Bundesliga zum Einsatz, absolvierte alle Partien von Anfang an und spielte häufig über 90 Minuten durch. Auch unter Tim Walter ist er ein Fixpunkt im Mittelfeld, obwohl er nur selten auf der bevorzugten Sechser-Position spielen darf. 

Santiago Ascacibar

       Erneute Wechselgerüchte: Macht Ascacibar den Abflug?


Angeblich haben nun die Boca Juniors ein Auge auf den argentinischen U23-Nationalspieler 

geworfen. Juan Roman Riquelme, der in Europa für den ​FC Barcelona und Villareal aktiv war, sei ein Fan von Ascacibar und habe bereits eine Anfrage beim VfB einreichen lassen. Die Antwort sei jedoch negativ ausgefallen, entsprechend gering seien die Aussichten auf einen Transfer.


Walter weiter unter Druck


In Stuttgart ist allerdings nur wenig im Lot. Tim Walter steht seit Wochen in der Kritik, laut kicker arbeite der 44-Jährige nur noch auf Bewährung. Innerhalb der Mannschaft sollen sich Spannungen entwickelt haben, auch habe die öffentliche Kritik des Trainers für spürbaren Unmut gesorgt. Gegen ​Hannover 96 müssen die Schwaben liefern, andernfalls werde die Luft für den im Sommer von Holstein Kiel verpflichteten Übungsleiter noch dünner. 


Allen voran seine offensive Spielweise sorgt für Kritik, gefruchtet hat diese zuletzt nur selten. Seit zwei Monaten wartet der VfB auf zwei Siege in Folge, im Oktober blieb der Bundesliga-Absteiger gar punktlos. "Von der Art und Weise, wie wir spielen, bin ich überzeugt", gab sich Walter im Interview mit Sport Bild (Print) kämpferisch, jedoch sei er auch gewillt, Änderungen vorzunehmen: "Ich muss mich ständig entwickeln. Wenn Dinge nicht funktionieren, ändere ich sie: das kann eine zusätzliche Absicherung sein oder auch eine tiefer stehende Abwehrkette."

Tim Walter

    Bleibt seiner Philosophie treu, verspricht aber Flexibilität: Tim Walter.


Von seinem Grundsatz wolle er aber nicht abrücken. "Ich will aktiv sein", so Walter, "unser Fußball soll mutig sein, aber nicht unvernünftig." Die Talfahrt hänge allerdings auch mit den Umstrukturierungen des Klubs zusammen. Unter anderem wurde Thomas Hitzlsperger im Oktober zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt, ein halbes Jahr zuvor wurde Sportdirektor Sven Mislintat verpflichtet. "Dass in so einem neu zusammengestellten Gebilde nicht alles glatt läuft, war uns allen klar", sagt Walter, der VfB verfolge dennoch große Ziele: "Unser Anspruch ist und bleibt der Aufstieg." Punktgleich mit dem Hamburger SV liegt Stuttgart auf dem Relegationsplatz, die Verfolgergruppe, angeführt vom FC Heidenheim, ist allerdings nur drei Zähler entfernt.