​Seit dem 11. Spieltag ist der ​HSV gefühlt in der Krise. Damals schlugen die Rothosen den ​VfB Stuttgart etwas zu hoch mit 6:2 - und haben seitdem nur noch einen Sieg eingefahren. Doch statt in der Tabelle von der Konkurrenz eingeholt oder gar überholt zu werden, rangieren die Hamburger immer noch auf einem direkten Aufstiegsplatz.


Es scheint sich in dieser Zweiten Liga das zu wiederholen, was schon über die gesamte Rückrunde der vergangenen Saison zu beobachten war: Ein Schneckenrennen um den Aufstieg in die Bundesliga. Nach besagtem 11. Spieltag thronten die Hamburger auf Platz eins der Tabelle, mit sechs Punkten Vorsprung auf den vierten Rang (den damals noch der FC Erzgebirge innehatte). 


HSV trotz anhaltender Ergebnis-Krise immer noch auf Platz zwei


In den folgenden sechs Spielen holte der Dino nur noch sechs von achtzehn möglichen Punkten. Und trotzdem ist der Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz nur um drei Punkte geschmolzen. Zwar mussten die Hamburger den Platz an der Sonne an die Arminia abgeben, doch mehr haben die Hanseaten noch nicht eingebüßt. Und belegen immer noch einen der beiden direkten Aufstiegsplätze.


Nicht zuletzt deshalb, weil der VfB Stuttgart es zur Zeit ebenfalls nicht auf die Reihe kriegt, seine meist dominiert geführten Spiele siegreich zu beenden. Zwar haben die Schwaben die zwischenzeitlich vier Punkte Differenz auf ihren Hamburger Konkurrenten schon wieder aufgeholt, weisen aber das schlechtere Torverhältnis auf. Diese Daten belegen schon, dass es hinter dem Führungstrio - gebildet aus Arminia Bielefeld, HSV und VfB Stuttgart - (noch) keine Mannschaft gibt, die nachhaltig in die Phalanx der ersten Drei einbrechen könnte. 

Tim Walter

Tim Walter und der VfB treten auf der Stelle



Dem FC Heidenheim, der zuletzt mit einem Sieg in Hamburg und einem torlosen Unentschieden gegen Tabellenführer Bielefeld zwei bemerkenswerte Ergebnisse erzielen konnte, wäre es momentan am ehesten zuzutrauen, aus dem Trio ein Quartett zu machen. Drei Punkte trennen die Heidenheimer vom Relegationsplatz. Am nächsten Sonntag (13.00 Uhr) empfangen sie den einen Rang hinter ihnen liegenden VfL Osnabrück. 


Sollten die Lila-Weißen jedoch etwas Zählbares aus diesem Spiel mitnehmen, und das Führungstrio gleichzeitig mal wieder dreifach punkten, könnte es schon wieder vorbei sein mit der möglichen Erweiterung der Zahl der Aufstiegskandidaten. 


Schneckenrennen wie im vergangenen Jahr


Die Situation erinnert sehr an die vergangene Spielzeit, als der HSV, trotz einer Krise von sieben sieglosen Spielen in Folge, noch bis zum vorletzten Spieltag realistische Chancen hatte, aufzusteigen. (In Paderborn verspielten sie dann mit einem 1:4 auch die allerletzten Optionen). 

Auch damals schien sich lange Zeit keine Mannschaft wirklich aufraffen zu wollen, in das Oberhaus zu marschieren. 


Doch sollte sich der HSV (oder auch der VfB) nicht zu sehr darauf verlassen, dass sich Geschichte wiederholt. Die sicherste Form aufzusteigen, ist immer noch, genügend Punkte zu holen.