Bei ​Hertha BSC möchte man etwas Großes aufbauen, so viel ist klar. Auch wenn man in der aktuellen Saison aufpassen muss, nicht tief in den Abstiegskampf zu geraten, sollen über die nächsten paar Jahre Titel und internationale Wettbewerbe anvisiert werden, wie Trainer Jürgen Klinsmann nun verriet - all das mit der Hilfe des neuen Investors.


In Berlin will man in neuen Dimensionen denken. Wenn es nach Trainer Jürgen Klinsmann geht, dann bereits in den kommenden Jahren. Im Fan-Chat von Facebook seitens der Hertha verriet der 55-Jährige, wie er die zukünftige Entwicklung sehen, und welche Ziele sich der Verein setzen würde (via Bild): "Spannende Frage! Ich sehe Hertha in den nächsten drei bis fünf Jahren auf jeden Fall europäisch, da wollen wir also oben mitreden und mitspielen!"


Klinsmann will mit der Hertha nach Europa und um Titel spielen


Gewagte Aussagen für einen Coach, der erst seit wenigen Wochen in der sportlichen Verantwortung steht, und das bei einem Verein, der in der aktuellen Saison damit beschäftigt ist, nicht allzu sehr in den Abstiegskampf zu geraten. "Diese Saison ist das Wichtigste aus dem Abstiegsbereich zu kommen", stellte Klinsmann zwar klar - dennoch wolle man demnächst "angreifen in Richtung Europa". Immerhin sei dies eine "klare Zielvorgabe" innerhalb des Hauptstadt-Vereins. 


Doch mit der groben Ausrichtung nicht genug: "Ich hoffe, dass wir in den nächsten drei bis fünf Jahren auch um den Titel mitspielen und die Präsenz im Europacup haben. Das ist so das große Ziel von uns allen hier!" Eine sehr deutliche Ansage - vermessen oder schlicht ambitioniert? Mit der Hilfe des neuen Investors Lars Windhorst, der laut Bild bereits 224 Millionen Euro in den Verein gepumpt hat und ein "enger Vertrauter" von Klinsmann sein soll, sollen diese Ziele angegriffen werden. 

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Durch den Investor Lars Windhorst (rechts im Bild) soll sich die Hertha neue Möglichkeiten erschließen



Eine der möglichen Verpflichtungen, die für diese Planungen anvisiert werden sollen, scheint unter anderem Julian Weigl von Bo​russia Dortmund zu sein. Wie FussballTransfers berichtet, habe es bereits erste Gespräche gegeben. Der 24-Jährige war zwar zuletzt ein ständiger Baustein von Trainer Lucien Favre, doch muss er im defensiven Mittelfeld in der Regel hinter Thomas Delaney und Axel Witsel zurückstecken. Auch in der Innenverteidigung - wo er schon häufiger aushalf - haben Mats Hummels und mittlerweile auch Dan-Axel Zagadou die besseren Karten. Ein potenzieller Abschied erscheint also nicht allzu unwahrscheinlich, doch ob Berlin ein mögliches Ziel wäre, bleibt abzuwarten. 


So oder so scheint die Marschrichtung für die nächsten Monate und speziell für die nächsten Jahre klar zu sein. Durch die finanzielle Unterstützung, durch die man sich neue Möglichkeiten erhofft, soll man sich "Jahr für Jahr steigern" und die großen Vereine ärgern.