​Drei Tage nach dem bitteren Aus in der Europa League musste ​Borussia Mönchengladbach auch in der Bundesliga eine späte Niederlage verkraften. Am Sonntagnachmittag kassierten die Fohlen beim ​VfL Wolfsburg eine nicht unverdiente 1:2-Pleite. Zum Matchwinner avancierte Arnold, der in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Treffer für die Entscheidung sorgte. Nach der Niederlage in Wolfsburg hat Gladbach die Tabellenführung an ​RB Leipzig verloren. 


Tore: 1:0 Schlager (13.), 1:1 Embolo (15.), 2:1 Arnold (90.+1)


Wolfsburgs Cheftrainer Glasner baute seine Startelf nach dem 1:0-Erfolg in der Europa League gegen St. Etienne auf sieben Positionen um. Casteels, Brooks, Guilavogui, Arnold, Roussillon, Joao Victor und Weghorst begannen für Pervan, Tisserand, Paulo Otavio, Rexhbecaj, Gerhardt, Brekalo und Ginczek.


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Auch Borussia-Coach Rose tauschte im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Istanbul Basaksehir fleißig durch und brachte fünf neue Spieler. Wendt, Plea, Zakaria, Kramer und Neuhaus machten Platz für Bensebaini, Herrmann, Hofmann, Strobl und Benes.


Die erste Chance der Partie gehörte den Hausherren. Joao Victor fasste sich aus der Distanz ein Herz und traf mit seinem wuchtigen Schuss den linken Pfosten (5.). Nach knapp einer Viertelstunde war es Schlager vorbehalten, die Wolfsburger in Führung zu bringen. Nach Vorarbeit von Roussillon traf der 22-Jährige zum 1:0 (13.). Beim Tor des Österreichers stand Joao Victor in abseitsverdächtiger Position und nahm Sommer etwas die Sicht. Vom VAR wurde der Treffer laut DFL-Angaben allerdings nicht überprüft. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Eine Flanke von Plea erreichte am zweiten Pfosten Embolo, der aus kurzer Distanz per Direktabnahme zum Ausgleich traf (15.).

In der Folgezeit spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. Beide Mannschaften lieferten sich weiterhin intensive Zweikämpfe, viele Fouls sorgten zudem immer wieder für Unterbrechungen. Zwingende Torchancen blieben bis zur Pause Mangelware. Ein Distanzschuss von Guilavogui (29.) sowie ein Kopfball von Knoche (32.) stellten Sommer vor keine größeren Probleme. Unmittelbar vor der Pause war Casteels bei einem Freistoß von Benes aus rund 25 Metern auf dem Posten (45.+2).

Wenige Minuten nach der Pause hatte Weghorst einen Kopfball zu hoch angesetzt (47.). Auf der Gegenseite tauchte Thuram nach einem Steilpass alleine vor Casteels auf, scheiterte jedoch am Wolfsburger Schlussmann (54.). Bei einem Aufsetzer von Plea war der belgische Schlussmann per Fußabwehr zur Stelle (57.). Nach knapp einer Stunde setzte Joao Victor die Kugel denkbar knapp am langen Pfosten (59.) vorbei. Wenige Augenblicke später traf Mbabu mit einem etwas verunglückten Kopfballversuch den Pfosten (60.).

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit verflachte die Partie nach einer Viertelstunde etwas. Viele Fouls und Auswechslungen ließen zudem kaum Spielfluss aufkommen. In der Offensive fehlte es beiden Teams häufig an der nötigen Präzision und Durchschlagskraft. Der eingewechselte Brekalo hatte bei seinem Abschluss aus zentraler Position sein Visier deutlich zu hoch eingestellt (73.). In der Nachspielzeit gelang den Hausherren der Lucky Punch. Mit einer sehenswerten Direktabnahme von der Strafraumkante traf Arnold zum 2:1-Endstand (90.+1).