​Vor wenigen Tagen wurde publik, dass der Pay-TV-Sender Sky ab 2021 nicht mehr berechtigt ist, die Champions League zu zeigen. Die Konkurrenten Amazon und DAZN ​hatten Sky bei der Rechtevergabe ein Schnippchen geschlagen. Bereits im Frühjahr steht die nächste wichtige Vergabe-Runde an. Objekt der Begierde sind dann die Bundesliga-Rechte ab 2021. Angesichts des zu erwarteten Wettbietens rechnen die Bundesliga-Klubs mit Rekordeinnahmen.


Nach dem Verlust der Rechte an der Königsklasse steht Sky unter enormen Druck. Verliert der Sender mit der Bundesliga seine zweite große Säule, droht ein so noch nie dagewesener Rückgang der Abonnentenzahlen und unter Umständen sogar das endgültige Aus. Nach Informationen der BILD hoffen die Bundesliga-Klubs daher darauf, dass Sky alles daran setzen wird, die Übertragsungsrechte für die höchste deutsche Spielklasse zu behalten und dafür ganz tief in die Tasche greifen wird.


Konkurrenzdruck treibt Preis in die Höhe


Aktuell muss Sky bereits jährlich 876 Millionen Euro an die DFL entrichten. Erste Risse in der Vormachtstellung des Bezahlsenders waren aber spätestens dann erkennbar gewesen, als sich Eurosport für die Saison 2018/19 die Rechte an den Freitagsspielen hatte sichern können. Für die aktuelle Spielzeit grätsche dann auch noch DAZN dazwischen und schnappte sich nicht nur die Übertragungsrechte für die Freitagsspiele, sondern zudem jeweils fünf Sonntags- und Montagsspiele.

FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga

Bei der richtungsweisenden Rechtevergabe im kommenden Frühjahr könnte nun zudem auch ​Amazon den Hut in den Ring werfen. Nicht außer Acht lassen sollte man zudem die Telekom, die sich vor wenigen Monaten völlig überraschend die ​Rechte für die Heim-EM 2024 sicherte.


Bundesliga-Klubs winken Rekordeinnahmen


Um im Gerangel mit der Konkurrenz nicht komplett unterzugehen, muss Sky laut Einschätzung des Boulevardblatts in Zukunft wohl für die Bundesliga-Rechte mehr als eine Milliarde Euro jährlich investieren. Die DFL würde so von dem Wettbieten direkt profitieren und Jahr für Jahr rund 134 Millionen Euro mehr einnehmen, als bislang. 


Wer denkt, damit wäre das Ende der Kommerz-Fahnenstange endgültig erreicht, dem sei ein Blick in Richtung der anderen europäischen Topligen ans Herz gelegt. In La Liga kassierten die spanischen Klubs in der vergangenen Saison bereits 1,42 Milliarden Euro. Klubs aus der Premier League können ob dieser Zahlen nur müde lächeln, spülten die TV-Einnahmen 2018/19 für die Schwergewichte von der Insel doch schier unglaubliche 2,94 Milliarden Euro ein.