Der Brasilianer Tete von Shakhtar Donetsk steht vor einem Wechsel zum ​FC Bayern - behauptet jedenfalls der Berater des 19-Jährigen. Ganz so konkret, wie der Agent es wahrhaben will, ist die Sache aber längst nicht.

Mateus Cardoso Lemos Martins, oder kurz: Tete. Der 19-jährige Brasilianer gilt am Zuckerhut als echtes Offensivjuwel. Der Außenstürmer wechselte erst im Februar 2019 von Gremio zu Shakhtar Donetsk. Den Ukrainern war der Teenager 15 Millionen Euro wert.


Dessen Berater ließ nun gegenüber brasilianischen Medien aufhorchen. Der FC Bayern sei bereit, für seinen Klienten die geforderten 50 Millionen Euro Ablöse zu zahlen. ​Nur noch Details stünden zwischen dem Wechsel des Brasilianers an die Säbener Straße.


Zwei dicke Fragezeichen nach den Aussagen von Tetes Berater


Klar, Tete ist ein großes Talent. Die Aussagen des Beraters sollten dennoch jeden Bayern-Fan stutzig machen. Zum einen die Frage, warum der Berater die Thematik öffentlich machen sollte, wenn wirklich nur noch letzte Kleinigkeiten zu klären seien. Zum anderen, wie Tete in die Planungen beim Rekordmeister passen soll.


Letzteres Fragezeichen ist ziemlich groß: Der FC Bayern will und wird aller Wahrscheinlichkeit nach kommenden Sommer mächtig investieren. Da wäre zum einen Leroy Sané, dessen Transfer mittlerweile ziemlich sicher erscheint. Für den deutschen Nationalspieler werden mindestens 80 Millionen Euro fällig - die Ablöse dürfte eher in Richtung dreistelliger Millionenbereich gehen.


Noch mehr würde Kai Havertz kosten. Leverkusen will sein Mittelfeldjuwel wohl nicht unter 100-120 Millionen Euro ziehen lassen. Sollte dem FCB der Doppelschlag gelingen dürften also gut 200 Millionen Euro über die Ladentheke gehen. Selbst mit einem prall gefüllten Festgeldkonto wird man in München dann nicht auch noch 50 Millionen Euro für Tete bezahlen. Zumal auch ein Transfer eines defensiven Mittelfeldspielers anstehen könnte.


Der angeblich kurz bevorstehende Transfer des Brasilianers ist also schon von dieser Seite aus unrealistisch. Viel eher wollte der Berater seinen Klienten medienwirksam ins Spiel bringen. Und hier wären wir bei Fragezeichen eins - dem Grund, warum der Berater damit an die Öffentlichkeit geht.


Tete-Transfer nicht so konkret wie der Berater behauptet


Das FCB-Portal cfcbayern bringt Licht ins Dunkle. Bei einem Gespräch mit einem "Verantwortlichen des FC Bayern" habe alles nicht so konkret geklungen, wie es Tetes Berater allen weiß machen wollte, hießt es dort auf Twitter.

Viel Phantasie braucht man nicht, um die ganze Situation zu "übersetzen". Ja, der FC Bayern wird im Sommer einiges für die Offensive investieren. Sané und Havertz gelten hierbei weiter als absolute Wunschspieler.


Und auch ja, Tete wird mit Sicherheit auf dem Radar der Verantwortlichen aufgetaucht sein. Möglicherweise wurden sogar erste Sondierungsgespräche geführt. Mehr als ein Plan B wird der Brasilianer aber nicht sein. Am Ende bleibt es, Stand jetzt, sehr unwahrscheinlich, dass wir Tete kommende Saison im FCB-Dress sehen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden...