Lange war Timo Werner beim ​FC Bayern München im Gespräch, nach reiflicher Überlegung nahmen die Münchner jedoch Abstand von einem Transfer des deutschen Nationalspielers. Diese Entscheidung soll dem ​kicker zufolge für Reue in der Führungsetage sorgen. 


Viele Spieler wurden im Frühjahr und Sommer beim FC Bayern gehandelt, dominiert wurde die Medienlandschaft von den Transferzielen Timo Werner und Leroy Sané. Über Monate hinweg hielten sich hartnäckige Gerüchte um einen Wechsel von Werner, schließlich stand der Stürmer von RB Leipzig vor seiner ​überraschenden Vertragsverlängerung bis 2023 nur noch ein Jahr unter Vertrag und dem Vernehmen nach auch bei anderen europäischen Top-Klubs im Kurs.


Werner macht Lewandowski Konkurrenz


Die Chance, unter Julian Nagelsmann zu spielen, wollte sich der 23-Jährige aber nicht nehmen lassen; wieso, wird anhand der Leistungsdaten deutlich. In 22 Pflichtspielen erzielte Werner 20 Tore und lieferte neun Vorlagen. In der ​Bundesliga war er bereits 15 Mal zur Stelle, nach seinem Doppelpack gegen 1899 Hoffenheim ist er Robert Lewandowski dicht auf den Fersen. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison traf an den ersten elf Spieltagen 16 Mal, wartet jedoch seit nunmehr drei Bundesligaspielen auf Tor Nummer 17.

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Treffsicherer denn je: Unter Julian Nagelsmann erlebt Timo Werner eine Leistungsexplosion.



In Leipzig zu verlängern sei "der richtige Schritt" gewesen, sagte Werner im November (via ​RBLive). Schon jetzt hat er mehr Bundesligatore erzielt als in der Saison 2017/18 (13), in der abgelaufenen Saison netzte er 16 Mal ein. Sein bisheriger Rekord liegt bei 21 Treffern in der Premierensaison 2016/17, diesen wird Werner mit hoher Wahrscheinlichkeit pulverisieren. 


FC Bayern bereut Absage an Werner


39 Tore haben die Leipziger in der laufenden Saison erzielt, Werners Beteiligungsquote liegt bei 51 Prozent. Ob er diesen gewaltigen Entwicklungssprung auch bei den Bayern gemacht hätte, ist nicht zu beantworten; aber die Münchner sollen laut kicker bereuen, dem Nationalspieler das Ja-Wort verwehrt zu haben. Demnach waren die Gespräche mit Werner und dessen Berater Karlheinz Förster, der auch Niklas Süle vertritt, "weit fortgeschritten". Die damals kolportierte Ablösesumme über 25 Millionen Euro war nur geringfügig teurer als die Kaufoption, die der Klub für Ivan Perisic besitzt. 

Die genauen Gründe für das Nein sind letztlich nicht bekannt. Klar ist aber, dass der FC Bayern eine große Chance verpasst hat. Ein Dreier-Sturm aus Werner, Lewandowski und dem ebenfalls treffsicheren Serge Gnabry hätte für Furore sorgen können; so aber mischen Leipzig und Werner die Bundesliga auf und gelten langfristig gesehen neben ​Borussia Dortmund als größter Konkurrent der Bayern um die Meisterschaft.