Rabbi Matondo und Jonjoe Kenny sind vergleichsweise erst seit Kurzem für ​Schalke 04 unterwegs, und doch wissen beide bereits jetzt genau, was den S04 ausmacht. Man habe dort einen "besonderen Verein" mit "besonderen Spielern" - zudem sei die ​Bundesliga eine enorm starke Liga, in der man demnächst trotzdem Titel gewinnen könnte.


Mit Jonjoe Kenny und Rabbi Matondo hat man zwei, wenn auch gänzlich unterschiedliche Spieler aus dem Vereinigten Königreich auf Schalke. Auch wenn Matondo und Kenny erst rund elf bzw. fünf Monate in Gelsenkirchen (und das erste Mal selbstständig in Deutschland) sind, haben sie sich schnell eingelebt. Beide spielen bereits jetzt wichtige Rollen im neuen Kader.


Wechsel in jungen Jahren für Kenny "eine Chance, selbstständig zu werden" - Schalke als "besonderes Team"


"Es ist die Chance, selbstständig zu werden - auf und neben dem Platz", weiß Kenny (via SID/ WAZ/Sport1), der auch erst 22 Jahre alt und auf Anhieb zum Stammspieler geworden ist. "Rabbi ist 19 und lebt allein. Das wäre nicht so, wenn er bei seiner Mutter in Cardiff geblieben wäre. Es hilft dir, als Mensch zu wachsen", erklärte der junge Brite weiter, der zugab, nicht gewusst zu haben, was ihn bei seiner Leihe erwarten würde. Auch Matondo fand seinen Einstand "ein bisschen hart", aber mittlerweile habe er sich gut eingelebt. 


Trotz ihres noch jungen Alters haben die beiden schon große Ziele. "Es ist ein weiter Weg, und es gibt eine Menge guter Mannschaften in der Bundesliga, aber wir haben ein besonderes Team mit vielen besonderen Spielern", schwärmt der Waliser. Schon in dieser Saison könne man "etwas Gutes erreichen", doch man müsse "bescheiden und fokussiert bleiben". Durch die Schwächephase von ​Bayern München in der bisherigen Spielzeit "öffnen sich für alle anderen Konkurrenten die Türen", wie Kenny analysierte. Realistisch bleibt er dennoch: "Die Tabelle ist sehr eng, im März, April wissen wir mehr." Zuletzt hatten mit Ozan Kabak und Weston McKennie zwei Stammspieler die Champions League als Ziel ausgerufen. 

Jonjoe Kenny

22 Jahre jung, eine Saison ausgeliehen und für Schalke wichtiger Stammspieler: Jonjoe Kenny


Für die beiden sind die Unterschiede zwischen der ​Premier League und der Bundesliga natürlich am besten spürbar. "Die Leute in England wissen gar nicht, wie gut die Bundesliga ist. Mein Rat ist: Kommt rüber und erlebt es selbst!", so Kenny. Der größte Unterschied für ihn liegt jedoch in der täglich anstehenden Arbeit: "Das Training ist intensiver, wir trainieren zweimal am Tag, in England gibt es das nur in der Vorbereitung. Aber ich fühle mich schneller, stärker und fitter." Dahingehend sei die für England ungewöhnliche, sehr bald anstehende Winterpause eine willkommene Abwechslung, die ihm die Möglichkeit gibt, "ein bisschen mehr Energie" zu sammeln.