​Mit noch nicht ganz siebzehn Jahren kam Pedro Eliezer Rodríguez Ledesma, kurz Pedro, im Jahr 2004 zum großen​ FC Barcelona. Elf Jahre lang sollte er das Spiel der Katalanen entscheidend mitprägen und seinen Anteil daran haben, dass die azulgrana in dieser Zeit fünf Meisterschaften, drei Pokalsiege, drei Champions-League-Titel sowie zwei Klubweltmeisterschaften erringen konnten. Jetzt träumt er von einer Rückkehr nach Can Barça. 


In einem Interview gegenüber dem katalanischen Radiosender Cadena SER Catalunya (via sport.es) sprach Pedrito, wie der schmächtige Offensivspieler in Spanien immer noch genannt wird, von seinem großen Wunsch, zum FC Barcelona zurückzukehren. Seit 2015 spielt der dribbelstarke Flügelstürmer für den ​FC Chelsea


Besondere Beziehung zum FC Barcelona


"Es ist eine Option, die immer da ist", sagte Pedro. "Hoffentlich kann sie irgendwann mal realisiert werden. Jeder weiß, was dieser Klub für mich bedeutet. Ich habe eine ganz spezielle Zuneigung zu ihm. Ich habe dort so viele Jahre gespielt, unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und fühle mich von den Fans sehr geliebt. Von daher würde ich sehr gerne zurückkommen."


Doch ob die Barça-Verantwortlichen das genauso so sehen, ist zweifelhaft. Dass er selbst nicht hundertprozentig davon überzeugt ist, dass sein Wunsch auf Gegenseitigkeit beruht, lässt sich schon an der folgenden Aussage Pedros festmachen: "Ich weiß nicht, von wem es abhängt. Vom Trainer oder Präsidenten oder wem auch immer. Ich glaube, für sie wäre eine Rückkehr von mir schwierig, aber es ist ganz klar eine Möglichkeit."


Rückkehr dennoch eher zweifelhaft


Jetzt hat der FC Barcelona in den letzten Jahren zwar immer wieder mal für auf den ersten Blick nicht ganz schlüssige Transfers gesorgt (wir erinnern uns an das wenige Monate dauernde Gastspiel des Kevin-Prince Boateng), aber diese Rückholaktion ist dann doch eher im Bereich des Utopischen zu verorten.


Im aktuellen Kader der blaugrana stehen mit Suárez, Messi und Griezmann gleich drei Spieler, die über Pedro anzusiedeln sind. Hinzu kommt die fantastische Entwicklung von Ansu Fati. 

Und auch Ousmane Dembélé haben sie rund um das Nou Camp noch nicht völlig abgeschrieben. 


Wen sollte Pedro da mit seinen 32 Jahren verdrängen? Zumal es ja auch in der Premier League immer ruhiger um ihn geworden ist in den letzten Jahren. Kam er bei den Blues vor drei Jahren in 35 Spielen noch auf stattliche 19 Scorer-Punkte (9 Tore, 10 Vorlagen), pendelte sich seine Bilanz in den letzten beiden Jahren bei sechs (Saison 17/18) respektive zehn (Saison 18/19)  Torbeteiligungen ein. 


In der aktuellen Spielzeit war er bislang noch an keinem einzigen Tor der Londoner beteiligt. Wobei er auch nur viermal die Möglichkeit dazu bekam. So ist denn mittlerweile die Vergangenheit des Spielers größer und erfolgreicher als die Gegenwart und Zukunft.


Pedro und sein Final-Rekord


Historisches hat er ja sowie schon erreicht. Abgesehen von den zahlreichen Titeln, die er mit dem FC Barcelona, dem FC Chelsea und natürlich auch mit der spanischen Nationalmannschaft (Weltmeister 2010, Europameister 2012) gewonnen hat, kann er auch einen ganz individuellen Rekord vorweisen: Pedro ist bisher der einzige Spieler, der in allen drei (aktuellen) europäischen Vereinswettbewerben (Champions League, Europa League, UEFA Super Cup) jeweils ein Tor im Finale schießen konnte.

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Schaffte mit seinem Tor im letztjährigen Europa League-Finale Historisches: Pedro


2009 entschied er mit seinem Goldenen Tor das UEFA Super Cup-Finale gegen Donezk, zwei Jahre später traf er beim Champions-League-Finale zwischen dem FC Barcelona und Manchester United zur 1:0-Führung (Endstand: 3:1) und im letzten Jahr erzielte er im Europa-League-Finale gegen Arsenal das vorentscheidende 2:0.