Als am Mittwochnachmittag bekannt wurde, dass Amine Harit seinen Vertrag beim ​FC Schalke 04 tatsächlich langfristig verlängert hat, ​brachen die S04-Fans in Jubel aus. Verständlich, denn der Offensivspieler wird immer wichtiger - im neuen Vertrag soll allerdings eine (teils gestaffelte) Ausstiegsklausel verankert sein, die dem Verein ordentlich Geld einbringen würde.


Über die letzten Wochen befürchtete man auf Schalke bereits, den nächsten Leistungsträger abgeben zu müssen. Der ursprüngliche Vertrag von Amine Harit lief nur bis 2021, heißt: Man wäre um einen Transfer im kommenden Sommer - damit man noch eine Ablöse generieren kann - nicht umhergekommen. Auch finanziell war ​die Vertragsverlängerung also sehr wichtig. 


Gestaffelte Klausel beim Harit-Vertrag - Schalke kann bis zu 60 Mio. Euro einnehmen


Wie die Bild berichtet, soll es im neuen Vertrag eine Art gestaffelte Ausstiegsklausel geben. S04-Anhänger, die zunächst befürchteten, eine etwaige Klausel könne im Sinne des Spielers so niedrig sein, dass man kaum Profit machen würde, dürfen sich daher beruhigen. Ab dem Sommer 2021 soll demnach eine 60-Millionen-Summe fällig sein, wenn ein Verein den Marokkaner verpflichten möchte. Vor diesem Zeitpunkt verfügt Schalke über eine freie Verhandlungsposition. Bis 2023, also vor letzten Vertragsjahr, soll es noch immer 50 Millionen Euro geben. 

Amine Harit

Damit würde Harit teurer werden als Leroy Sané. Das königsblaue Eigengewächs wechselte 2016 für rund 45 Millionen Euro (plus Sonderzahlungen) in Richtung Manchester City. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell eine große Leistung vom neuen Führungsduo in Gelsenkirchen: David Wagner, der Harit sein Vertrauen gab und ihm Selbstbewusstsein verlieh, und Jochen Schneider, der seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2019 wichtige Arbeit leistet und mit der Verlängerung einen großen Deal eintüten konnte. 


"Ich sehe mich in meiner sportlichen Entwicklung noch nicht am Ende und möchte mit Schalke in den kommenden Jahren gerne wieder international spielen", blickte Harit abschließend in die Zukunft.