Der BVB steht im Champions-League-Achtelfinale! Der Bundesligist lieferte sich einen heftigen Kampf mit Slavia Prag, konnte die Gäste aus Tschechien aber mit 2:1 niederringen. Im Fernduell lieferte der FC Barcelona Schützenhilfe und schlug Inter Mailand ebenfalls mit 2:1.


​Lucien Favre vertraute auch gegen Prag erneut auf eine Dreierkette. Für den verletzten Axel Witsel rückte Julian Weigl in die Startformation, die Favre ansonsten im Vergleich zur Gala gegen Fortuna Düsseldorf unverändert ließ. Die mutig aufspielenden Gäste konnten den in den ersten Minuten etwas fahrig wirkenden BVB beinahe früh schocken: Olayinka scheiterte nach acht gespielten Minuten per Kopf am glänzend reagierendem Roman Bürki. Quasi im Gegenzug schlug dann aber der BVB eiskalt zu: Julian Brandt spielte einen Traumpass auf den startenden Marco Reus, der vor dem Tor noch auf Jadon Sancho ablegte - 1:0 für den BVB! Und im Parallelspiel ging dann auch noch der FC Barcelona bei Inter Mailand in Führung; zu diesem Zeitpunkt war der BVB für das Achtelfinale qualifiziert.


Doch die Borussia wurde fahrlässig. Marco Reus vergab zwei Großchancen, die der Kapitän normalerweise im Schlaf verwandelte. Auch Thorgan Hazard ließ eine gute Gelegenheit liegen. Auf der anderen Seite konnte Slavia dem Bundesligisten immer wieder weh tun und scheiterte mehrfach am bärenstark aufgelegten Bürki. Kurz vor der Pause wurde der BVB dann aber doch noch geschockt: Während Inter Mailand im Fernduell ausglich, traf auch Soucek in Dortmund zum Ausgleich, nachdem Skoda den Ball mit der Schulter am herauseilenden Bürki vorbeigelegt hatte. Mit dem 1:1, das das zwischenzeitliche Aus für Dortmund bedeutete, ging es in die Pause.


Brandt trifft - Weigl fliegt!


Und nach dem Seitenwechsel schoss der Puls schon bald in die Höhe. Der BVB begann geduldig und noch ohne die nötige Durchschlagkraft. Nach einer Stunde erlöste sich - so schien es - Schwarz-Gelb dann aber: Sancho steckte durch für den starken Julian Brandt, der trocken ins kurze Eck zur Führung einnetzte. In der Folge übernahm der Bundesligist, spielte seine vielzähligen Konter allerdings zu schlampig und unkonzentriert aus. Das lud Slavia zur zweiten Luft ein, doch die Prager verzweifelten an Roman Bürki, der eine Parade nach der nächsten auspackte. Glück hatte der BVB, als Kudela den Ball nach einer durchgerutschten Ecke aus zwei Metern Entfernung nicht im Tor unterbringen konnte.


Barcelona schlägt Inter


Während es in Mailand weiterhin 1:1 stand, erwies Julian Weigl seiner Mannschaft nach 77 Minuten einen Bärendienst: Gegen Soucek stieg der bereits gelb verwarnte Weigl zu ruppig ein und sah die Ampelkarte; eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Anschließend zitterte und zitterte und zitterte der BVB und hielt sich durch Roman Bürki im Sturm. Bei den eigenen Kontern wirkte die Mannschaft von Lucien Favre etwas entkräftigt und traf wie schon zuvor im zweiten Durchgang zu häufig die falschen Entscheidungen. Die Erlösung für den BVB gab es anschließend nicht aus eigener Kraft: In Mailand brachte Ansu Fati den FC Barcelona nach 87 Minuten in Führung, dem BVB reichte damit auf einmal ein Punkt! Und weder in Dortmund, noch in Mailand änderte sich noch etwas am Ergebnis. Nach hartem Kampf und dem nötigen Spielglück steht der BVB damit im Champions-League-Achtelfinale!