​Zwischen PSG-Trainer ​Thomas Tuchel und seinem Superstar ​Kylian Mbappé scheint die Chemie nicht mehr zu stimmen. Bei seiner Auswechslung im letzten Liga-Spiel gegen Montpellier (3:1) schien der Stürmer seinen Trainer komplett zu ignorieren. 


Der Moment war eigentlich wie gemalt für eine Auswechslung und das anschließende Bad in der jubelnden Menge. Bis eine Viertelstunde vor Schluss hatte PSG gegen den Meister von 2012 zurückgelegen. Doch in einer furiosen Endphase drehten die Hauptstädter das Spiel und kamen durch Tore von Neymar, Mbappé und Mauro Icardi noch zu einem 3:1-Erfolg. 


Offensichtliche Verstimmung von Mbappé


Für die Nachspielzeit entschied Tuchel dann, Eric-Maxim Choupo-Moting ein paar Spielminuten zu geben - und seinen Stürmerstar von den Fans feiern zu lassen. Und gefeiert wurde Mbappé dann auch - nur ihm selbst war offensichtlich nicht danach. Und diesen Unmut demonstrierte er auch in aller Deutlichkeit. Selbst als Tuchel auf ihn einredete, um seine Entscheidung zu erklären, schien Mbappé an ihm vorbeizugucken und seinen Chef geradezu zu ignorieren. 

Jetzt könnte man sagen, dass das - vor allem bei Stürmern - immer mal wieder vorkommt. Alles nur halb so wild. Doch da gab es ja schon im Oktober diese kleine Anekdote rund um Mbappés Aussagen bezüglich seiner Nichtberücksichtigung für die Startelf im ​Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge. 


"Wahr ist, dass ich von Beginn an spielen wollte. Ich dachte, dass ich anfangen würde. Aber der Trainer hat seine Entscheidung getroffen und ich habe das zu akzeptieren", hatte der Weltmeister damals in recht kühlem Ton verlauten lassen. Oktober, Dezember - zwei kleinere Zerwürfnisse binnen zweier Monate. Deutet sich hier womöglich schon ein tieferliegender Konflikt an?

FBL-FRA-LIGUE1-NICE-PSG

So harmonisch ist es nicht mehr zwischen den beiden: Tuchel und Mbappé



Fakt ist: Mbappé ist aufgrund seines eher zurückhaltenden Naturells zwar keiner der Lautsprecher innerhalb des milliardenschweren PSG-Kaders, aber schon allein wegen seines unfassbaren Talents eine der Schlüsselspieler in der Kabine. Sich es mit ihm zu verscherzen, könnte für den Trainer weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. 


Vor allem in ​München wird man die Entwicklung beim französischen Serienmeister in den kommenden Wochen mit Argusaugen beobachten.