Am Montag konnte der ​VfB Stuttgart den eigenen Fans mit einem ​3:1-Sieg gegen Nürnberg eine vorzeitige Bescherung bereiten. Anstatt befürchten zu müssen, dass Anhänger und Presse - besinnliche Zeit hin oder her - die Rute auspacken, können die Spieler erst einmal kurz durchatmen. ​Um auch in Zukunft in Ruhe arbeiten zu dürfen, könnte sich für ​Coach Tim Walter ein guter alter (nicht ganz ernst gemeinter) Wunschzettel bezahlt machen. 90min zeigt, welche Wünsche der Coach an den Weihnachtsmann - oder doch den Fußballgott? - richten könnte. 


Bolzplatzregeln plus VAR


Zuletzt war bei den Spielen des VfB Stuttgart immer wieder das leidige Thema VAR aufgekommen. ​Mario Gomez sammelte auf seine alten Tage dabei einen neuen Rekord, auf den er gerne hätte verzichten können. Insgesamt vier Tore des Stürmers wurden ihm in den beiden letzten Spielen aberkannt. Der in Sachen Taktik zu neuen Sichtweisen tendierende Walter könnte sich daher eine Revolution in Sachen VAR mit Sicherheit gut vorstellen. Wie wäre es denn in Anlehnung an die alte Bolzplatzregel mit: drei VAR-Tore = ein anerkannter Treffer.


Von Startpfiff an direkt wach


Ein weiteres Ärgernis für Walter und vor allem auch für die Fans der Schwaben, waren zuletzt immer wieder aufkommende Schlafmützigkeiten der Walter-Schützlinge in den Anfangsminuten. Auch gegen Nürnberg musste der VfB einem frühen Rückstand hinterherhecheln. Doch wie bekommt man diese Misere in den Griff. Vielleicht in dem man sich ein neues Erfrischungsgetränk vor Anpfiff wünscht? In Leipzig scheint dieses Brausewasser ja Wunder zu wirken... Oder sich doch gleich die innere Uhr der Spieler vorknöpfen und kurzerhand so umstellen, dass die Spieler nicht erst nach einer halben Stunde, sondern von Beginn an auf Betriebstemperaturen sind?


Bitte kein neues Präsidenten-Drama


Obwohl die bisherige Saison neben einigen Höhen auch einige Tiefen in petto hatte, versank der VfB bislang noch nicht im Chaos. Ein Garant für die ruhige Atmosphäre ist dabei Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger. In nur wenigen Tagen könnte das Ländle aber wieder in Aufruhr gebracht werden, steht doch die Wahl zum neuen Präsidenten an. Wirklich vermisst wurde ein Amtsträger seit der desaströsen Zeit unter Wolfgang Dietrich nicht. Heißt also, einen Wunsch dafür opfern, dass sich dessen Nachfolger in Zukunft vornehm zurück halten wird. Jüngste Berichte über aufkommende Schlammschlachten versprechen aber nichts gutes.


Kontinuität in der Viererkette

Marc Oliver Kempf

Mit 21 Gegentoren in 16 Spielen stellen die Stuttgarter die schwächste Defensive der Top Fünf. Erschwert wurde die Suche nach der stabilsten Konstellation durch immer wieder aufkommende Verletzungen oder auch durch Undiszipliniertheiten wie zuletzt von Kapitän Marc Oliver Kempf, der ​erst wieder zum Rückrundenstart zur Verfügung stehen wird. Umso wünschenswerter, wäre es, wenn sich die Stuttgarter Hintermannschaft im zweiten Saisonabschnitt am Riemen reißt. ​


​Auswärtsspiele sind doch total überbewertet


Neben der VAR-Reform könnte auch eine weitere Regeländerung dem VfB sehr gut tun. Um die Chancen auf einen direkten Wiederaufstieg zu erhöhen, käme es den Stuttgartern bestimmt sehr gelegen, wenn man alle Rückrundenspiele in der heimischen Mercedes-Benz-Arena bestreiten dürfte. Im Ländle ist es ja bekanntlich am schönsten und nicht von ungefähr sind die Stuttgarter aktuell die beste Heimmannschaft der Liga. Auswärts kassierte der VfB hingegen zuletzt drei Niederlagen in Folge. Sollte sich der DFB doch tatsächlich gegen diese kleine Änderung wehren, könnte man die Stuttgarter auch einfach im Heimtrikot auf Reisen schicken. ​


Tims Weihnachtswunschzettel: