​Zum vielleicht letzten Champions-League-Spiel der Saison tritt ​Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend gegen ​Juventus Turin an. Die Werkself kann in der Gruppe D nicht mehr vom Europa-League-Platz verdrängt werden und ist unabhängig vom Spielergebnis auch weiterhin international vertreten. Doch tatsächlich ist auch ein Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse noch möglich. Dazu bräuchte Bayer 04 allerdings einen Sieg und Schützenhilfe aus Moskau.


Nach zuletzt wichtigen Erfolgen in der ​Bundesliga schnuppert Leverkusen wieder an vorderster Front der Tabelle. ​Der 2:1-Heimsieg gegen Schalke 04 hievte die Werkself auf Platz Sechs und damit auf einen internationalen Rang. Das Team von Trainer Peter Bosz wird immer mehr den eigenen Ansprüchen gerecht. Zwar ist die Entwicklung noch lange nicht beendet, fünf Siege in den letzten sechs Spielen sind allerdings ein Ausrufezeichen. Besonders auffällig ist die Harmonie innerhalb des Teams. Die wichtigen Zahnräder auf dem Platz greifen wieder ineinander, man merkt der Werkself deutlich ihr kreatives Spielverständnis an.

Lucas Alario


Gegen Schalke setzte Bosz abermals auf das prächtig funktionierende 4-2-3-1-System. In der Abwehr ersetzte Aleksandar Dragovic den gesperrten Jonathan Tah, in der Offensive rückten Kai Havertz und Lucas Alario für Moussa Diaby und Kevin Volland ins Team. Die Umstellungen funktionierten tadellos, besonders in der ersten Halbzeit zeigte Leverkusen ein attraktives Spiel nach vorn.


Vor dem ​Königsklassen-Duell gegen Juve sind allerdings wieder einige Wechsel zu erwarten. Unter anderem kehrt Tah zurück in den Kader, da die Rot-Sperre nur für den nationalen Wettbewerb gilt. Fehlen werden Mitchell Weiser, Joel Pohjanpalo (beide verletzt) sowie Nadiem Amiri (gesperrt).


Aufstellung: Tah für die Absicherung, Demirbay für die Akzente


Im Tor gibt es keine Änderung. Warum auch, Lukas Hradecky ist aktuell in blendender Form und im Kasten der Werkself eine absolute Stütze.


In der Viererkette rückt der wiederkehrende Jonathan Tah für Aleksandar Dragovic in die Innenverteidigung und wird damit Partner von Sven Bender. Auf der Linksverteidigerposition könnte Daley Sinkgraven dem zuletzt dauerhaft spielenden Wendell eine Pause geben. Rechts ist Kapitän Lars Bender absolut gesetzt.


Im defensiven Mittelfeld nimmt Charles Aranguiz Platz. Die chilenische Arbeitsbiene und der Liebling der Fans ist wohl in der Form seines Lebens. Unangefochten gibt er im Mittelfeld den Ton an.


Neben Aranguiz kam zuletzt Julian Baumgartlinger zum Einsatz. Der Österreicher gehört zu den dauerhaft kritisierten Profis der Werkself, machte seine Sache in den zurückliegenden Spielen allerdings sehr ordentlich. Dennoch erscheint es möglich, dass Kerem Demirbay gegen Juventus den Vorzug erhält. Der offensivere Spielstil und die gute Spielgestaltung sowie die zuletzt gute Form des Neuzugangs könnten gegen die Alte Dame zum Trumpf werden. Zudem hat Leverkusen sowieso nichts zu verlieren, wodurch Bosz befreit offensiv aufstellen kann.


Volland kehrt zurück, Alario bleibt gesetzt


Betont Offensiv wird es auch in der Dreierkette hinter dem Sturm. Hier könnte Kevin Volland auf links zum Zug kommen, der gegen Schalke erst spät eingewechselt wurde. Rechts dürfte Moussa Diaby spielen. Dadurch werden Karim Bellarabi und Leon Bailey auf die Bank verdrängt und sind Optionen für tempogebende Einwechslungen. Auf der Zehn bleibt Kai Havertz gesetzt.

Lucas Alario


In der Sturmspitze darf wohl weiterhin Lucas Alario spielen. Der Argentinier rechtfertigte seinen Einsatz gegen Schalke mit zwei Toren, wodurch auch der grundsätzlich etablierte Volland den 27-Jährigen nicht verdrängen kann. Gegen die als robust geltende Turiner Abwehr könnte der wuchtige Alario noch sehr wichtig werden.


Die Aufstellung im Überblick: