​Beim​ FC Barcelona läuft es seit einiger Zeit wieder rund. Wettbewerbsübergreifend konnten die blaugrana ihre letzten fünf Spiele gewinnen. Gerade rechtzeitig zum Clásico (18. Dezember, 20.00 Uhr) sind die Katalanen wieder im Top-Form-Modus angekommen. Nicht zuletzt auch dank ihres alles überstrahlenden Superstars.


​Lionel Messi knipst wieder wie eh und je. Hier mal ein Doppelpack, dort ein Hattrick. Und meistens auch noch mit spektakulären Toren. Dazu bereitet er vor, leitet ein, ordnet das gesamte Offensiv-Spiel des spanischen Meisters. 17 Scorer-Punkte (12 Tore, 5 Vorlagen) in zehn (!) Liga-Spielen. Deren fünf (2 Treffer, 2 Assists) in der Königsklasse. 


Das sind Werte, die an seine Rekordsaison 2011/12 (mit unfassbaren 73 Toren und 29 Vorlagen in 60 Spielen) heranreichen. (Quelle: transfermarkt.deKlar, dass man in der Führungsetage im Camp Nou allmählich Butter bei die Fische bringen - sprich: den Vertrag mit dem Mega-Crack verlängern will. 


Geht Messi bei Barça in Rente?


Das aktuelle Arbeitspapier des Argentiniers ist bis 2021 befristet. Vonseiten des Klubs stellt sich die Frage gar nicht erst: "Wir werden ihm soviele Verträge geben, wie er will", sagte Club-Boss Josep Maria Bartomeu am Wochenende dem Radiosender Catalunya Radio (via sportbuzzer.de). Und weiter: "Ich habe keinen Zweifel, dass er hier spielen wird, bis er in Rente geht. Dass er sich dem Verein verschrieben hat."


Diese Worte wurden unlängst auch schon vom Spieler selbst mehr oder weniger bestätigt. Kein Fußballkenner auf dem Globus rechnet mit etwas anderem, als der baldigen Verlängerung des Vertrages. Wer sollte ihn sich auch leisten können? Kolportierte 100 Millionen Euro brutto zahlt Barça seinem Fixstern. Jährlich, wohlgemerkt! Und selbst wenn es Klubs gäbe, die dies zu zahlen bereit wären: bliebe immer noch der Spieler selbst. 


Und der fühlt sich in Barcelona tatsächlich pudelwohl, hat eine fünfköpfige Familie (mit drei Kindern) gegründet und ist der unbestrittene Kopf eines der größten Klubs der Welt. Was sollte Messi aus Barcelona fortlocken? Eben - nichts!


Entsprechend zuversichtlich gibt sich der Präsident in dieser Sache. "Ich möchte, dass er einen weiteren Vertrag unterschreibt. Er hat noch Zeit vor sich, wir haben schon oft darüber gesprochen. Er hat kein Problem damit, bei Barça weiterzumachen." Mit der Personalie Messi im permanenten Hinterstübchen der Verantwortlichen, schauen diese aber auch auf andere Namen im Kader. 


Wer beerbt Luís Suárez?


In Luís Suárez haben sie vor fünf Jahren einen kongenialen Partner für den Argentinier gefunden. Sein Tor vom vergangenen Wochenende zum 4:1 gegen Mallorca (Endstand: 5:2) ist eine der größten Delikatessen der letzten Jahre. Doch auch ein Suárez wird nicht jünger. 


Die Zeit Post-Messi wird auch eine Post-Suárez-Zeit werden. Beide werden im kommenden Jahr 33. Suárez noch ein knappes halbes Jahr eher als Messi. Natürlich kann Bartomeu bereits jetzt auf potentielle Nachfolger verweisen. Wobei: ein einzelner wird Messi - voraussichtlich - in den kommenden Jahren (oder vielleicht sogar Jahrzehnten) nicht ersetzen können. 


Der prospektive Verlust des Dreh-und Angelpunktes beim FC Barcelona wird von mehreren Namen kompensiert werden müssen. Spieler wie Ansu Fati, Ousmane Dembélé oder auch Antoine Griezmann stehen für die Zukunft der Barça-Offensive. 


Doch speziell für die Nachfolge eines Luís Suárez denken die Macher eher an einen erfahrenen, "fertigen" Stürmer, der sich nicht erst langsam an die Mannschaft gewöhnen soll, sondern sozusagen eine Sofort-Hilfe ist. So wie ihn der Franzose Griezmann seit einigen Spielen immer mehr darstellt. Und dann landet man ganz schnell bei den großen Namen in Europa. Wie z.B. Harry Kane. 

Harry Kane

Knipst auch unter Mourinho wie eh und je: Tottenham-Star Harry Kane


Seit Jahren spult der Engländer ein beeindruckendes Pensum runter, schießt regelmäßig durchschnittlich mehr als 20 Tore in der ​Premier LeagueKlar, dass seine Verpflichtung nicht ganz billig werden würde. 


Zunächst einmal läuft sein Vertrag noch bis 2024. Des weiteren müsste Barça mit einem ganz harten Hund verhandeln: Tottenham-Boss Daniel Levy gilt als einer der gewieftesten Verhandler der Fußballwelt. 


Über Kane wäre Levy somit erst ab Größenordnungen von 200 Millionen Euro aufwärts bereit zu sprechen. Ob die azulgrana diesen Schritt wagen? Eher unwahrscheinlich. Und dann ist da ja auch noch der aktuelle Trainer der SpursUnd José Mourinhos Beziehung zu seinem früheren Klub (Co-Trainer unter Bobby Robson) gilt nicht gerade als die harmonischste. Mourinhos drei Jahre bei Real Madrid haben sie zusätzlich belastet. Ob der Star-Trainer einfach so seinen Star-Stürmer zum FC Barcelona gehen lässt?


Fragen über Fragen, für die in den kommenden Monaten und vielleicht Jahren Antworten gesucht (und gefunden) werden müssen. Bis dahin werden Lionel Messi, Luís Suárez und Co. wohl erstmal weiter ihre Tore im Nou Camp schießen.