In dieser Saison hat Scott McTominay endgültig den Durchbruch geschafft. Der 23-Jährige ist im Mittelfeld von Manchester United gesetzt und stellte sein großes Potenzial auch beim Derby-Erfolg gegen Manchester City unter Beweis. Nach dem Spiel sang Ole Gunnar Solskjaer ein Loblied auf seinen Schützling.


Die berühmte 'Class of '92' ist längst in den Geschichtsbüchern von Manchester United verewigt. Die Nachwuchstalente David Beckham, Phil und Gary Neville, Paul Scholes, Ryan Giggs und Nicky Butt schafften in den 90er Jahren den Durchbruch unter Sir Alex Ferguson, gewannen zahlreiche Titel - darunter das Triple in der Saison 1998/99 - und stiegen zu Weltklassespielern auf. Allein Giggs absolvierte 920 Pflichtspiele für United, gewann mit den Red Devils 13 Meisterschaften und zweimal die ​Champions League.

Ole Gunnar Solskjaer

Hatte nach dem Derby Grund zum Jubeln: Chefcoach Ole Gunnar Solskjaer


Doch Nachwuchsspieler haben es im modernen Fußball immer schwerer. Die englischen Spitzenklubs verleihen oder verkaufen junge Talente. Ein Beispiel: Der ​FC Chelsea hat in dieser Saison ganze elf Spieler bei anderen Klubs zwischengeparkt, wenngleich Trainer Frank Lampard auf zahlreiche Eigengewächse setzt.


Auch bei Manchester United fällt Nachwuchstalenten der Durchbruch alles andere als leicht. Marcus Rashford, dessen Marktwert auf 80 Millionen Euro taxiert wird (via transfermarkt.de), ist einer der wenigen, die es in der Vergangenheit geschafft haben. Mittlerweile darf man auch Scott McTominay dazuzählen. Der 23-jährige Schotte spielt seit 2002 für den englischen Rekordmeister, debütierte am 7. Mai 2017 unter José Mourinho bei den Profis und steht aktuell bei 65 Pflichtspieleinsätzen. 


Solskjaers Loblied


Ole Gunnar Solskjaer führte die Förderung von McTominays Talent nach Mourinhos Entlassung fort. Beim ​2:1-Erfolg über Manchester City feierte er seinen 17. Startelfeinsatz im 18. Saisonspiel, warf über 90 Minuten alles in die Waagschale und räumte häufig vor der Viererkette ab. In der ​Premier League hat McTominay erst zweimal nicht über 90 Minuten durchgespielt, war ohnehin nur in zwei Spielen nicht mit an Bord.


In diesem Kalenderjahr hat er einen großen Sprung gemacht, nach dem Derby-Sieg schwärmte Solskjaer: "Er ist so professionell. Er ist nicht von irgendwelchem Ruhm befleckt. Er will der beste Fußballer werden, der er sein kann. Das sind die Spieler, die ich im Verein haben will." 

McTominay, sagt der Norweger, der im Champions-League-Finale 1999 das Siegtor gegen den FC Bayern München erzielte, ähnelt der legendären 'Class of '92'. "Er hätte in die Mannschaft gepasst, als ich noch gespielt habe", ist er überzeugt, "er hätte genau da reingepasst, weil er von der Akademie gekommen ist." Dies sei auch anderen Nachwuchsspielern wie Axel Tuanzebe, Brandon Williams oder Timothy Fosu-Mensah gelungen, doch McTominay, so Solskjaer, sei ein besonderer Spieler. "Er ist einer von uns. Er weiß, was Man United bedeutet."