Nach fünf Jahren bei Atlético Madrid entschied sich Antoine Griezmann für eine Veränderung. Der Franzose wechselte wie erwartet zum ​FC Barcelona, bei Sky sprach er erstmals über die Beweggründe.


"Ich habe Atléti nicht verlassen, um die ​Champions League zu gewinnen oder mehr Titel zu holen", sagt Griezmann, "ich bin zu Barça gegangen, um einen neuen Spielstil zu lernen, eine neue Philosophie, auch um mich persönlich weiterzuentwickeln." Zuvor verbrachte er fünf Jahre bei den Colchoneros, die ihn nach der Weltmeisterschaft 2014 für 54 Millionen Euro verpflichteten. Unter Diego Simeone entwickelte sich Griezmann zum Torjäger, in 257 Pflichtspielen war er 133 Mal zur Stelle.


Der Start verlief allerdings holprig. "Ich konnte nicht einfach so weitermachen wie bei Real Sociedad. Ich sollte auch für das Team arbeiten", erinnert sich der 28-Jährige an seine Anfangstage in Madrid. Dass er in seinem ersten Halbjahr nicht immer von Anfang an spielte, "hatte mich geärgert. Ich wollte unbedingt zeigen, dass ich wichtig für das Team sein kann." 


Griezmann braucht Zeit


Auch in Barcelona hat Griezmann mit einigen Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. Sein letztes Tor in La Liga erzielte er vor knapp zwei Monaten, noch habe er sich nicht in das ballbesitzorientierte Spiel der Katalanen eingefunden. "Ich muss mich noch daran gewöhnen, auch an meine neuen Mitspieler. Ich habe die Laufwege von Luis [Suarez] und Leo [Lionel Messi, Anm. d. Red.] oder Ousmane Dembélé noch nicht verinnerlicht. Auch nicht die von den Mittelfeldspielern oder dem linken Verteidiger hinter mir."

Antoine Griezmann

  Antoine Griezmann hat die Barça-Philosophie noch nicht verinnerlicht.


Er sei darum bemüht, "alles so schnell zu lernen und umzusetzen", leicht falle ihm dies aber nicht. So habe er "manchmal nicht das nötige Selbstvertrauen, um den Risikopass zu spielen oder auf den Torabschluss zu gehen." In seinen ersten 18 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und drei Assists, in Zukunft dürfen die Fans mehr von ihm erwarten: "Das wird mit der Zeit kommen", so Griezmann optimistisch.