Dem ​FC Chelsea wurde am Freitag mitgeteilt, dass die auferlegte Transfersperre halbiert und somit für das anstehende Winter-Transferfenster nicht mehr gültig ist. In einer Vereins-Mitteilung stellte man nun noch einmal klar, wieso man ohnehin kein Verständnis für diese Sperre und FIFA hatte.


"Das Vorgehen der FIFA bei diesem Fall war äußerst unpassend", heißt es in einer Vereins-Mitteilung, die Chelsea zur Meldung der ​Aufhebung der Transfersperre veröffentlichte. Nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) entschied, dass lediglich ein Drittel der vorgelegten Fälle auch Verstöße gegen Artikel 19.1 beinhalten können, wurde die Strafe halbiert, womit sie bereits als abgesessen gilt. Im Winter dürfen die Blues erneut Transfers tätigen. 


Chelsea zeigt sich dankbar für die Entscheidung - Kritik für ungleiche Behandlungen gegenüber der FIFA


In der besagten Mitteilung kritisiert man noch einmal das Vorgehen der FIFA. Zwar sei man "dankbar" für die Seriosität, mit welcher der CAS diesen Fall behandelt habe, doch in Bezug auf den Fußballverband wählte man harsche Worte. Schließlich sei man, völlig grundlos, anders beurteilt worden als etwa ​Manchester City. Zudem wurde man für die Transfers von 27 Spielern (ab 2009) belangt, wobei 16 dieser Wechsel völlig regelkonform und auf die gleiche Art, die auch andere Premier League-Klubs nutzen, durchgeführt wurden. Dass die FIFA, entgegen einer entsprechenden Mitteilung der FA (englischer Fußballverband), trotzdem Sanktionen auferlegte, sei äußerst abwegig gewesen. 


Bei den übrigen elf Spielern habe es indes auch keine derartigen Regelverstöße gegeben, wehrte sich der Verein weiter. Bei fünf dieser Spieler habe es sich maximal um eine Art bürokratischer, also formaler Fehler gehandelt, als man die Transfers durchführte. Ein Regelbruch gegen den Artikel 19.1 sei auch hier nicht zulänglich. Auch bei den restlichen sechs Spielern hätte es demnach keine Strafe geben müssen, weil es sich - wie im Fall des CAS mit ​Real Madrid - nur um Registrierungen der Spieler gehandelt habe, die erst nach der festgelegten Zeit durchgeführt wurden. Wie der Verein mitteilte, wäre dies falsch von der FIFA gewesen, schlichtweg anzunehmen, dass diese zu früh registriert wurden. 


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Frank Lampard, Coach von Chelsea, darf nun im Winter doch auf Transfersuche gehen


Natürlich respektiere man die Arbeit und die Notwendigkeit, die die FIFA zum Schutze Minderjähriger durchführe. Zudem habe man stets kooperativ gehandelt. Nichtsdestotrotz merkten die Londoner an, dass sie es nicht gutheißen können, wenn weiterhin ungleiche und inkonsequente Bestrafungen erfolgen. Nun sollen u. a. Wilfried Zaha und Jaden Sancho ​auf der Wunschliste von Trainer Frank Lampard stehen.