Carles Aleñá gilt seit Jahren als eines der großen Juwelen beim ​FC Barcelona. Seit seinem siebten Lebensjahr spielt der Mittelfeldspieler für den Klub. Vor drei Jahren debütierte der damals 18-Jährige bei den Profis. In diesem Sommer versprach er sich einiges von der anstehenden Saison. Doch der Start geriet schon etwas unharmonisch. Jetzt stehen die Zeichen auf (vorläufige) Trennung.


Denn: Der FC Getafe ist stark an dem Mittelfeld-Strategen interessiert. Und soll, nach Angaben der as, auch schon ein grundsätzliches Übereinkommen mit dem FC Barcelona erzielt haben. Geplant ist eine Leihe ab kommenden Januar bis zum Ende der aktuellen Spielzeit. Aleñás Vertrag mit den Blaugrana ist bis 2022 befristet. 


Mit prinzipieller Übereinkunft zwischen den Vereinen, hängt es nun zu einem Großteil am weiteren Verlauf der europäischen Saison für den Madrider Vorstadtklub. 


Aleña kommt - wenn Getafe in Europa "überwintert"!


Sollten die Azulones in der nächsten Woche den Einzug in die Zwischenrunde der Europa League perfekt machen, stünde dem Wechsel eigentlich nichts mehr im Wege. Sich auf europäischer Bühne präsentieren zu können, war eine der grundsätzlichen Bedingungen des Spielers für dessen Einverständnis für den Leih-Deal. 

Carles Alena


Entsprechend verkündete Getafes Präsident schon vor wenigen Tagen: "Wenn wir gegen die Russen am 12. Dezember gewinnen (Getafe hat am letzten Europa-League-Gruppenspieltag den russischen Vertreter FK Krasnodar zu Gast), können wir uns verstärken."


Idealerweise mit Carles Aleñá. Den wollen sie in Getafe übrigens schon seit längerem. "Wir wollten Aleñá schon vor zwei Jahren. Aber dann verletzte sich Rafinha, und sie gaben den freigewordenen Kaderplatz Aleñá", sagte Torres in einem Interview mit dem Radio-Sender Onda Cero (via as).  


Getafe wird immer mehr zur Barça-Filiale


Für Aleñá begann die laufende Saison im Grunde genommen damit, dass das Trikot mit seiner Rückennummer (21) an Neuzugang ​Frenkie de Jong weitergereicht wurde - ohne dass der Spieler im Vorfeld darüber informiert wurde! "Es fühlte sich nicht gut für mich an, dass der Vorstand mir nicht sagte, dass er de Jong die '21' versprochen hat", gestand der Spieler später gegenüber diversen spanischen Medien (via as). 


Noch viel weniger gut für ihn dürften sich die anschließenden formidablen Leistungen des Holländers angefühlt haben. Am Ex-Ajax-Star kommt das Eigengewächs (noch) nicht vorbei. 

Entsprechend soll er nun also in einem neuen Umfeld sportliche Erfahrungen (sprich: Einsatzzeiten) sammeln. Helfen dürfte ihm dabei der Umstand, dass im Kader des FC Getafe bereits ein weiteres Barça-Eigengewächs vertreten ist: Mit Marc Cucurella spielte Aleñá bereits in La Masia, dem Jugendzentrum des FC Barcelona, zusammen.