Marwin Hitz ist ein gestandener Bundesliga-Keeper, der wohl bei vielen Vereinen die unangefochtene Nummer Eins wäre. Nur bei ​Borussia Dortmund ist dies nicht der Fall, an Landsmann Roman Bürki kommt der 32-Jährige nicht vorbei. Seine Ansprüche sind aber weiterhin hoch, dementsprechend gibt er die Hoffnung auf den Stammplatz nicht auf.


Im Sommer 2018 wechselte Marwin Hitz vom ​FC Augsburg zum BVB. Sportlich gesehen machte er damit den nächsten Schritt, doch seine Ambitionen konnte er bei den Schwarz-Gelben nicht unterstreichen. Nachdem er seinen Stammplatz bei den Fuggerstädtern aufgab, brachte er es bei der Borussia nur noch auf elf Einsätze. Als etatmäßige Nummer Zwei muss er sich immer wieder hinter Roman Bürki einordnen.


Die Situation macht dem Nationalspieler zu schaffen. "Das ist sicher schwer. Ich wusste, als ich hierher kam, dass es für mich ein großer Schritt ist. Ich wusste auch, dass es im ersten Jahr sehr schwer wird. Die Entscheidung im ersten Jahr war auch viel einfacher zu verstehen als jetzt in diesem Sommer", so der Schweizer bei 19:09 - der schwarzgelbe Talk


Hitz denkt oft nach, bereut aber nichts


Weiter führte der 32-Jährige aus, dass er hin und wieder schon auf mehr hoffe: "Weil ich viel an mir gearbeitet und gemerkt habe, dass ich mich in vielen Dingen verbessert habe. Ich wusste, dass es schwer wird und ich werde auch weiterhin arbeiten."​ Seine Perspektive bringt ihn immer wieder zum Nachdenken, was für ihn eigentlich möglich wäre, weiß Hitz ganz genau.


Zumindest glaubt er weiterhin an die getroffene Entscheidung und bereut den großen Schritt, zum BVB gewechselt zu sein, nicht: "Ich stehe noch immer zu 100 Prozent dazu, weil ich auch merke, dass ich mich noch einmal verbessert habe, was in meinem Alter viele nicht wollen und schaffen. Deswegen war das die richtige Entscheidung."

Roman Buerki,Marwin Hitz

Bürki im Torwarttrikot, Hitz in der Trainingsjacke: Ein gewohntes Bild in Dortmund



Dazu unterstrich er seinen Kampf um den Stammplatz ein weiteres Mal. Gegen Roman Bürki wähnt er nicht nur aufgrund seiner Erfahrung eine Chance, mit viel Einsatz will er sich seinem Trainer Lucien Favre empfehlen. "Man hat hin und wieder schon auch die Hoffnung, dass man Spiele bekommt. Man muss daran glauben, dass wenn man sich verbessert, irgendwann auch die Nummer eins wird. Das gibt mir Kraft und Motivation."


Der frische Wind tut den kriselnden Dortmundern gut, der Konkurrenzkampf bedeutet auch vereinsintern eine aufgeheizte Stimmung, die alle Beteiligten zu Höchstleistungen anspornen soll. Und Hitz hofft bis zuletzt auf jede Gelegenheit, die er bekommt.