​In Zeiten in denen im deutschen Nachwuchsbereich häufig der Mangel an trickreichen Offensivspielern mit Fähigkeiten im Eins gegen Eins beklagt wird, gilt Karim Adeyemi als große Ausnahme. Der 17-Jährige geht derzeit zwar nur in der zweiten österreichischen Liga auf Torejagd, ist aber schon längst auf dem Radar zahlreicher internationaler Spitzenklubs aufgetaucht. Der Angreifer selbst verriet nun, dass er in der Bundesliga am ehesten ​Borussia Dortmund die Daumen drückt.


Ausgebildet wurde der heute 17-Jährige einst unter anderem in der Jugend des ​FC Bayern München. Relativ früh verschlug es den gebürtigen Münchner jedoch zur SpVgg Unterhaching und im Sommer 2018 schlussendlich dann für etwas über drei Millionen Euro Ablöse zu Red Bull Salzburg. Um dem Youngster regelmäßige Einsätze zu ermöglichen, wurde der deutsche U17-Nationalspieler aber postwendend an das Farmteam FC Liefering ausgeliehen.


Adeyemi macht Werbung in eigener Sache


Woche für Woche zeigt Adeyemi seitdem auf, welch goldenes Händchen die Salzburger bei ihrer Verpflichtung bewiesen hatten. So war Adeyemi bereits in seiner Debütsaison an zehn Treffern beteiligt gewesen. In der aktuellen Spielzeit legte der auch körperlich immer robuster werdende Angreifer noch einmal ein gutes Schippchen drauf und kann nach 13 Ligaseinsätzen bereits acht eigene Treffer und sieben Torvorlagen vorweisen.


Zu den Qualitäten des Shootingstars gehören laut eigenen Angaben im Rahmen eines Interviews mit transfermarkt.de zum einen seine Geschwindigkeit, aber auch seine Fähigkeiten im Eins gegen Eins. Klar sei aber auch, dass er sich inbesondere im Defensivverhalten noch deutlich steigern müsse: "In diesem Bereich sollte ich mich weiterentwickeln und mehr machen. Technisch ist zudem noch nicht alles perfekt, das geht noch viel besser."


Bewerber bringen sich bereits in Stellung


Die konstante Leistungssteigerung Adeyemis fällt auch den Talentscouts der internationalen Schwergewichte auf. Zu den Interessenten sollen dabei klangvolle Namen aus England wie etwa der FC Liverpool und der FC Arsenal gehören. ​Noch begeisterter soll jedoch der FC Barcelona sein, der angeblich bereits eine Offerte in Höhe von 15 Millionen Euro abgegeben hat.

FC Blau Weiss Linz v FC Liefering - 2. Liga


Dabei haben die Katalanen jedoch eine erste Absage kassiert. Adeyemis Stammklub Red Bull Salzburg denkt nämlich aktuell gar nicht erst daran, den großen Hoffnungsträger ziehen zu lassen. Vielmehr wird Adeyemi als potenzieller Nachfolger von Salzburg-Angreifer Erling Haaland gehandelt, der wohl spätestens im kommenden Sommer eine neue Herausforderung suchen wird. Stand jetzt, wird Adeyemi also wie geplant nach der aktuellen Saison zu den Roten Bullen zurückkehren.


Adeyemi macht dem BVB etwas Hoffnung


Laut Informationen von transfermarkt.de soll sich dennoch ​auch Borussia Dortmund mit dem flinken Linksfuß beschäftigen. Vor allem dann, wenn Jadon Sancho im kommenden Sommer nicht mehr zu halten sein sollte, könnten die Borussen mit ordentlich Geld im Portemonnaie einen Vorstoß wagen. 


Das Spielerprofil von Karim Adeyemi:

​Position​MS
​Alter​17
​Marktwert​7,5 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2020 (Leihe)
​Spiele für Liefering​33
​Scorerpunkte für Liefering​25


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Profitieren könnten die Schwarz-Gelben dabei davon, dass Adeyemi bereits jetzt den Dortmundern die Daumen drückt. Im Laufe des Gesprächs outete sich der Youngster schließlich als Anhänger des Traditionsvereins: "In der Bundesliga bin ich Dortmund-Fan, wenn ich das so sagen darf. Mein bester Freund ist auch BVB-Fan. Wir verfolgen den Verein ein wenig."


Mit seinem Ex-Klub aus München befasst sich Adeyemi hingegen längst nicht mehr und hat auch keine allzu große emotionale Bindung. "Zurzeit ist das nicht so mein Verein. Ich wünsche Dortmund, dass sie die Meisterschaft gewinnen, damit Bayern aufhört, die Liga zu dominieren", so der Offensivspieler. Aus diesen Worten abzuleiten, dass die Dortmunder bei einem tatsächlichen Interesse leichtes Spiel hätten, wäre aber doch gerade in den aktuellen Zeiten, bei denen auch die Berater viel Macht und Einfluss haben, ziemlich überzogen.