Nach einer unrühmlichen Trennung von ​Schalke 04 hat der "Weltklasse-Spieler Max Meyer" (O-Ton Meyers Berater via Christian Heidel) bei Crystal Palace offenbar keine Zukunft mehr. Nachdem er im letzten Jahr noch häufiger zum Einsatz gekommen war, spielt er in dieser Saison keine Rolle mehr - ein Wechsel im Winter soll anvisiert werden.


"Eigentlich lief schon alles falsch, bevor Max Meyer überhaupt mal ein Trikot oder auch nur einen Stutzen von Crystal Palace anziehen konnte" - so eröffnete vor wenigen Tagen ein Text vom ​kicker eine Erzählung über Meyers England-Ausflug. Was damit gemeint war: Der zu diesem Zeitpunkt 22-Jährige wurde als "deutscher Messi" und "heißester ablösefreier Spieler" betitelt, während bei seiner Vorstellung zeitgleich ein Bild von Joshua Kimmich gezeigt wurde. Kein optimaler Einstand.


Meyer bei Crystal Palace ohne Perspektive


Als hätte man es dadurch vorhersagen können, scheint Meyers Wechsel schon wieder hinfällig zu sein. Nachdem er im letzten Jahr noch bei 35 Ligaspielen im Kader stand, davon 15 Partien in der Startelf, ist er seit diesem Sommer in der Versenkung verschwunden. Von 15 bisherigen Spielen in der Premier League stand er nur zweimal in der ersten Elf, kam nach dem zweiten Spieltag nur noch auf weitere 17 Minuten Einsatzzeit. Von den letzten vier möglichen Duellen stand er überhaupt nur einmal im Kader. 


Unter Trainer Roy Hodgson, der seit September 2017 im Amt ist, spielt der Mittelfeldspieler keine Rolle mehr. Der Coach setzt viel mehr auf Größe und Körperlichkeit - der derzeit siebte Tabellenplatz gibt ihm damit recht. Dadurch hat Meyer, der eher durch Aspekte wie Kreativität und Dribbling überzeugen könnte, keine Chance mehr auf regelmäßige Einsätze, wenn er überhaupt wieder im Kader landen sollte. 


Wie die Bild berichtet, soll nun ein Winter-Transfer anvisiert werden, weil der Spieler und sein Berater nicht zufrieden sind und eine Veränderung von Hodgsons Spielweise nicht in Aussicht steht. 

Max Meyer

Max Meyer zuletzt: Ohne Trikot, dafür mit dem Blick ins Ungewisse



Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2021, soll dazu mit rund fünf Millionen Euro dotiert sein. Doch selbst wenn ein etwaiger Wechsel das Ziel sein sollte, scheint ein potenzieller neuer Klub noch etwas entfernt zu sein. Verschiedenen Berichten nach gestaltete sich bereits die Vereinssuche im Sommer 2018, trotz zuvor guter Leistungen (nachdem er von Domenico Tedesco zum Sechser umfunktioniert worden war), alles andere als einfach - auch wenn Crystal Palace anschließend natürlich als die optimale nächste Station gepriesen wurde. Eine Rückkehr in die Bundesliga erscheint aufgrund der noch jüngeren, zum Schluss problematischen Vergangenheit, eher unwahrscheinlich zu sein.